Herzlich Willkommen in der CardioPraxis Vilshofen

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Es erwartet Sie mit Prof. Dr. med. Rüdiger von Harsdorf ein Kardiologe mit jahrzehntelanger medizinischer Erfahrung in leitenden Positionen in renommierten kardiologischen Fachkliniken wie in internationalen Forschungseinrichtungen.
Ein erfahrenes Team wird Sie aufmerksam betreuen und Ihnen hilfsbereit zur Seite stehen.
Zur Diagnose nutzen wir in unserer Praxis viele modernste Geräte und Behandlungsmethoden. Einige präventive und therapeutische Maßnahmen wie Herzkatheteruntersuchungen und TEE führt Prof. von Harsdorf für seine Patienten selbst im Klinikum Vilshofen durch.

Informieren Sie sich über unser Angebot hier auf unserer Homepage oder nehmen Sie gerne direkt zu uns Kontakt auf!

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Weihnachten:            23. Dezember 2019 bis 7.Januar 2020


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Neues aus der Medizin:

27.09.2019: Für wen ist welcher Herzklappen-Ersatz geeignet?

Über Aortenklappen-Ersatz mit dem TAVI-Verfahren und weitere Therapiemöglichkeiten informieren Experten der Deutschen Herzstiftung.

Eine Verengung der Aortenklappe (Aortenklappenstenose) zählt zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen in Deutschland. Etwa drei bis vier Prozent der 60- bis 70-Jährigen sowie bis zu zehn Prozent der über 80-Jährigen leiden darunter. Ist die Herzklappe so stark verengt, dass es zu Luftnot bei Belastung oder sogar in Ruhe kommt, raten Kardiologen in der Regel zu einem Ersatz der Herzklappe.

Bei der Standardoperation zur Behandlung der Aortenklappenstenose wird der Brustkorb eröffnet, der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und das Herz stillgelegt. Der Herzchirurg entfernt die krankhaft veränderte Klappe und ersetzt sie durch eine Klappenprothese; eine Reparatur ist hier seltener möglich. Dieses Verfahren wird seit Jahrzehnten angewendet, und es können mit ihm sehr gute langfristige Ergebnisse erzielt werden. Für inoperable Hochrisiko- und ältere Patienten (über 85 Jahre), für die nicht die Standardoperation in Frage kommt, steht seit rund 15 Jahren die schonendere kathetergestützte Aortenklappen-Implantation, kurz "TAVI" (abgekürzt aus dem Englischen: Transcatheter Aortic Valve Implantation) zur Verfügung, bei der die neue Herzklappe über einen Katheter ins Herz eingeführt wird.

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19.08.2019: Gestörter Schlaf wird unterschätzt

Die Bedeutung von gutem Schlaf für die Gesundheit erläutert Dr. Olaf Göing, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II mit Schwerpunkt Kardiologie des Sana Klinikums Berlin-Lichtenberg, in einem Interview.

Tiefer Schlaf ist wohltuend und wichtig für unsere Gesundheit. Trotzdem finden viele Menschen keine Ruhe, wälzen sich stundenlang hin und her. Welche Ursachen es für Schlafstörungen gibt, wie man diese erkennen und beheben kann und was jeder selbst für erholsamen Schlaf tun kann, erklärt Dr. Olaf Göing, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II mit Schwerpunkt Kardiologie des Sana Klinikums Berlin-Lichtenberg.

Frage: Herr Dr. Göing, mehr als 30 Prozent unseres Lebens verbringen wir schlafend im Bett. Warum müssen wir das tun?

Antwort: „Diese Frage beschäftigt uns schon seit langer Zeit. Was wir heute wissen, ist, dass Schlaf für Menschen ein absolutes Grundbedürfnis ist. Er hat eine regenerative Funktion und bringt unseren ganzen Organismus wieder auf Vordermann. Vor allen aber wird der „Arbeitsspeicher“ unseres Gehirns gesäubert und für den nächsten Tag vorbereitet. Deshalb ist Schlaf so wichtig; dauerhafter Schlafentzug ist Folter und endet nach kurzer Zeit tödlich.“

Wie regenerieren wir, wenn wir schlafen?

 „Körperlich und seelisch-geistig. Körperlich findet eine „Wartung“ der Organsysteme statt. Der Körper hat endlich genug Zeit, Reinigungs- und Reparaturvorgänge sowie eine „Entgiftung“ der Organsysteme auf zellulärer Ebene durchzuführen. Seelisch-geistig verarbeiten wir im Schlaf Dinge, die wir tagsüber erlebt haben. Etwa, wenn uns ein berufliches Problem beschäftigt. Manchmal wachen wir am Morgen auf und haben dann plötzlich eine Lösung für ein Problem gefunden, das uns tags zuvor noch erhebliches Kopfzerbrechen bereitet hat. Dabei wird gleichzeitig der „Arbeitsspeicher“ unseres Gehirns von unnötigem Ballast befreit und neu formatiert.“

Was fehlt uns, wenn wir nicht schlafen?

„Nur, wenn wir ausreichend Schlaf finden, sind wir leistungsfähig und fühlen uns wohl – wir haben eben ausgeschlafen. Wer kaum schläft, altert auch schneller. Denn im Schlaf produziert unser Körper die meisten Wachstumshormone, die wir zur Zellerneuerung brauchen. Und im Schlaf laden wir unsere Energiereserven, die wir tagsüber verbraucht haben, wieder auf. Fehlt der Schlaf länger, drohen ernsthafte körperliche und psychische Krankheiten.“

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16.08.2019: Neuer Therapieansatz fördert die Reparatur von Blutgefäßen nach Hirnschlag

Bestimmte Antikörper helfen nach einem Hirnschlag, die Blutgefäße im verletzten Areal zu erneuern. Dadurch lassen sich Bewegungsstörungen verringern, berichten Forschende der Universität Zürich.

In der Schweiz erleiden jedes Jahr rund 16‘000 Menschen einen Schlaganfall  (Hirnschlag), weltweit sind es 15 Millionen. Zwei Drittel der Betroffenen sterben oder bleiben dauerhaft pflegebedürftig, da das Gehirn nur begrenzt in der Lage ist, beschädigtes Gewebe oder neuronale Schaltkreise zu regenerieren. Medikamentöse Therapiemöglichkeiten, die Folgeschäden nach einem Hirnschlag verringern, sind bislang kaum verfügbar und Gegenstand intensiver Forschung.

Ein vielversprechender Ansatz, um das Wiedererlangen eingeschränkter Körperfunktionen zu fördern, zielt darauf ab, das Gefäßsystem im betroffenen Hirnbereich zu reparieren. Dieses versorgt das verletzte Gewebe mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Doch nach einem Hirnschlag hemmen verschiedene Mechanismen diese Reparatur. Im Mäusemodell zeigte eine Forschungsgruppe von Professor Martin Schwab an der Universität Zürich vor wenigen Jahren, dass beispielsweise das Signalmolekül Nogo-A nicht bloß das Wachstum von Nervenfasern verringert, sondern auch die Entwicklung von Blutgefäßen im Gehirn reguliert und so auch deren Reparatur bremsen könnte.

In einer neuen Studie mit Mäusen (siehe PNAS, Online-Veröffentlichung am 9.7.2019) deaktivierten die Forschenden das Nogo-A-Molekül respektive den korrespondierenden Rezeptor S1PR2 genetisch. Die Blutgefäße der so veränderten Tiere wuchsen nach einem Hirnschlag besser nach und sie waren motorisch geschickter als die Mäuse in der Vergleichsgruppe. Diese Resultate reproduzierten die Wissenschaftler in einem zweiten Schritt in einem therapeutischen Ansatz: Sie verabreichten Mäusen nach einem Hirnschlag Antikörper gegen das Nogo-A-Molekül. Auch dies führte zur Bildung eines robusten und funktionellen Netzwerks von Blutgefäßen rund um den betroffenen Hirnbereich. „Das Nervensystem der behandelten Mäuse erholte sich besser und ihre Bewegungen waren weniger eingeschränkt, was wir auf die Regeneration der Blutgefäße zurückführen“, erläutert Ruslan Rust, Erstautor und Neurowissenschaftler an der Universität Zürich.

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07.06.2019: Neuer Messwert für Herzgesundheit

Die Auswurfzeit des Herzens ist offenbar ein vielversprechender Parameter, um die Mechanismen, die zu einer Herzschwäche führen, besser zu verstehen und den Therapieerfolg anzuzeigen.

Die Verlängerung der systolischen Auswurfzeit während der Anspannungs- und Auswurfphase der linken Herzkammer steht im Fokus neuer Studien zur Behandlung der Volkskrankheit Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Forscher im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) bestimmen entsprechende Normwerte für die Auswurfzeit.

Die meisten Medikamente, mit denen man heute eine Herzinsuffizienz behandelt, schirmen das Herz vor einer übermäßigen Aktivierung durch Blutdruckhormone wie Adrenalin ab. Neuere Therapieansätze verfolgen hingegen das Ziel, die Pumpkraft direkt durch Ansatz am Motor der Herzmuskelzellen zu erhöhen. Eines dieser Medikamente, Omecamtiv mecarbil, welches derzeit in einer großen internationalen Studie an Herzinsuffizienz-Patienten getestet wird, verlängert die Auswurfzeit des Herzens, die so genannte systolische Ejektionszeit. Dadurch können größere Mengen von Blut gepumpt und somit die Herzfunktion stabilisiert werden. Obwohl sehr frühe Arbeiten bereits geklärt haben, dass die Auswurfzeit bei einer Herzinsuffizienz verkürzt ist, so ist doch wenig darüber bekannt, durch welche anderen Faktoren die Auswurfzeit beeinflusst wird und wie sie sich durch verschiedene Therapien bei einer Herzinsuffizienz beeinflussen lässt. Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) haben sich daher dieser Fragen angenommen, ihre Daten bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DKG) in verschiedenen Vorträgen präsentiert und den 2. Platz im Young Investigator Award für das Themengebiet Herzinsuffizienz erzielt.

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26.04.2019: Schmerzen in den Beinen ernst nehmen

Schmerzen die Beine beim Gehen - wie bei der Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit = pAVK) - kann dies ein Warnsignal für Herzinfarkt und Schlaganfall sein.

Es beginnt mit Schmerzen beim Gehen - häufig in den Waden:  Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)  sind die Arterien in Becken und Beinen verengt. Dadurch gelangt nicht mehr ausreichend Blut in die Beine und es kommt zu Schmerzen, weil die Muskelzellen in den Waden nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten. Da Betroffene aufgrund der Schmerzen häufig gezwungen werden stehen zu bleiben, wird die pAVK auch "Schaufensterkrankheit"  genannt.

In Deutschland leiden vier bis fünf Millionen Menschen an der tückischen Durchblutungsstörung der Gefäße (Arteriosklerose). „Mit der pAVK geht ein hohes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einher“, warnt Herzspezialist Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Wer erste Anzeichen der Schaufensterkrankheit bemerkt, sollte daher möglichst bald einen Arzt aufsuchen.“ Gleiches gilt für Schmerzen, die sich beim Hinlegen in der Zehenregion bemerkbar machen, besonders wenn Aufstehen für Linderung sorgt. Wird die pAVK nicht erkannt, bleiben möglicherweise auch Gefäßverengungen in anderen Körperregionen wie Halsschlagader, Gehirn, Nieren und Herzen unbehandelt. Die Folge sind z. B. Infarkte, wenn die Arteriosklerose stark vorangeschritten ist. Mit einer einfachen Untersuchung lässt sich der Zustand der Gefäße rasch feststellen.

Wird die pAVK nicht erkannt, verschlechtert sich die Durchblutung in den Bein- und Beckenarterien weiter und die Beschwerden nehmen zu. Ärzte teilen die pAVK je nach Schweregrad in vier Stadien ein: In Stadium I sind die Arterien  zwar verengt, verursachen aber noch keine Beschwerden. In Stadium II spüren Patienten die oben beschriebenen Schmerzen beim Gehen. In Stadium III treten die Schmerzen nicht nur bei Belastung, sondern bereits in Ruhe auf. „Folgenschwer wird es in Stadium IV“, warnt Prof. Dr. med. Dr. h. c. Klaus Mathias, Radiologe und Spezialist für Gefäßmedizin (Dortmund): „Geht die Durchblutung noch weiter zurück und stirbt das unterversorgte Gewebe ab, entsteht ein offenes Geschwür,  ein sog. Gangrän. Wird die Gefäßerkrankung hingegen rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt, lässt sich solch ein dramatischer Verlauf oft verhindern.“

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18.03.2019: Damit kein Kontrastmittel daneben geht

Kontrastmittel, die für eine Computer- oder Magnetresonanz-Tomografie gegeben werden, können Schäden verursachen, wenn sie versehentlich in das umliegende Gewebe eintreten.

Kontrastmittel, die im Rahmen einer Computertomografie oder Magnetresonanztomografie über die Venen oder Arterien injiziert werden, können Schäden verursachen, wenn sie in umliegendes Gewebe eintreten. Experten berichten, wie Ärzte am besten auf sogenannte Paravasate reagieren (siehe RoFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren 2019, Band 191/1, Seite 25-32).

Bei bis zu 0,9 Prozent aller Computertomographien (CTs) und bis zu 0,06 Prozent aller Magnetresonanztomographien (MRTs) kommt es zu einem Austritt des Kontrastmittels in die Umgebung der Einstichstelle. „Diese Zahlen klingen zunächst gering. Da es sich aber vor allem bei der kontrastmittelgestützten CT um eine sehr häufige Untersuchung handelt, begegnet man Paravasaten und ihren Komplikationen im Klinikalltag mehrmals wöchentlich“, erklärt Prof. Dr. Andreas Schreyer. Die Folgen reichen von einer Verfärbung und leichten Schwellung der Haut bis zu offenen Wunden oder einem Absterben des Gewebes. Im schlimmsten Fall könne auch eine Amputation notwendig werden.

„In der Praxis ist es wichtig, insbesondere komplizierte Verläufe frühzeitig zu erkennen und adäquat zu behandeln“, betont Schreyer, der bis vor Kurzem im Institut für Röntgendiagnostik am Universitätsklinikum Regensburg arbeitete und nun als Institutsdirektor Radiologie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) tätig ist. Bislang fehlten jedoch einheitliche Handlungsempfehlungen. Gemeinsam mit Dr. med. Veronika Mandlik und Prof. Dr. Dr. med. Lukas Prantl von der Klinik für Plastische und Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Regensburger St. Josef Krankenhauses hat er deshalb Veröffentlichungen zum Thema Kontrastmittel-Paravasate gesichtet und ausgewertet. Der Beobachtungszeitraum erstreckte sich auf die vergangenen 35 Jahre.

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11.02.2019 : Cholesterinsenker verringern braunes Fettgewebe

Statine reduzieren das für die Gesundheit vorteilhafte braune Fettgewebe, wie Wissenschaftler aus Zürich zeigen konnten. Trotzdem sollten diese Medikamente nun nicht verteufelt werden.

Ein Teil der erwachsenen Menschen besitzen nicht nur weißes, sondern auch braunes Fettgewebe.  Letzteres hilft, Zucker und Fett in Wärme zu verwandeln. Wer braunes Fettgewebe hat, kann seine Körperwärme im Winter besser regulieren und leidet weniger häufig an Übergewicht und an Diabetes. 

Ein internationales Team von Forschern unter der Leitung von Christian Wolfrum, Professor am Labor für translationale Ernährungsbiologie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich), hat nun herausgefunden, dass die Medikamentenklasse der Statine die Bildung von braunem Fettgewebe reduzieren. Statine senken den Cholesterinpegel im Blut und werden unter anderem zur Reduktion des Herzinfarktrisikos verschrieben. Sie gehören weltweit zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten.

Wolfrum und seine Kollegen erforschen schon seit Jahren das braune Fettgewebe. Sie gingen der Frage nach, wie aus den „schlechten“ weißen Fettzellen, welche das bekannte Fettpolster bilden, „gute“ braune Fettzellen entstehen. In Zellkultur-Experimenten haben sie nun herausgefunden: Eine zentrale Rolle bei dieser Umwandlung spielt der für die Herstellung von Cholesterin verantwortliche Stoffwechselweg. Als Schlüsselmolekül, das die Umwandlung reguliert, identifizierten die Wissenschaftler das Stoffwechselprodukt Geranylgeranyl-Pyrophosphat (siehe Cell Metabolism, Online-Veröffentlichung 14.12.2018).

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01.02.2019: Fünfmal pro Woche Schwitzen stärkt das Herz

Häufige Saunabesuche verbessern die Herzgesundheit: Wer mehrmals pro Woche und mit Ausdauer in der Sauna schwitzt, kann sein Risiko für tödliche kardiovaskuläre Ereignisse (CVD) senken.

Je häufiger und länger man in der Sauna schwitzt, desto geringer ist einer finnischen Studie zufolge das Risiko, an einer akuten Herz-Kreislauf-Erkrankung  zu versterben (siehe Progress in Cardiovascular Diseases, 2018, Band 60/6, Seite: 635-641). Allerdings muss man hierfür schon die landestypische Mentalität mitbringen, denn für diesen Effekt reicht der wöchentliche Saunabesuch bei Weitem nicht aus.

Die traditionelle finnische Sauna ist heiß und trocken. In Kopfhöhe herrschen etwa 80–100°C, am Boden etwa 30°C.  Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt 10–20%.

Die verschiedenen Vorteile des regelmäßigen Saunabadens für die Gesundheit sind schon in vielen Studien beschrieben worden. Dass sich die Schwitzerei lohnt, zeigen u. a. positive Effekte auf den Blutdruck, auf neurokognitive Erkrankungen, Lungenerkrankungen und Schmerzen. Und ganz allgemein dient der Saunabesuch allen Gesunden zur Entspannung und Prävention.

Jetzt haben finnische Wissenschaftler den Einfluss regelmäßiger Saunagänge auf tödliche kardiovaskuläre Ereignisse (CVD) unter die Lupe genommen. Hierzu bedienten sie sich der Daten der Kuopio Ischaemic Heart Disease-(KIHD-)Studie, einer prospektiven Kohortenstudie, in der die Saunagewohnheiten der Finnen sowie weitere Einflüsse auf kardiovaskuläre Erkrankungen untersucht wurden. Die 1688, durchschnittlich 63-jährigen Studienteilnehmer gaben in Fragebogen Auskunft zu ihren Saunagewohnheiten.

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02.01.2019: Erfolgreich gegen Typ-2-Diabetes ohne Tabletten

Mit einer stark kalorienreduzierten Kost, vermehrter körperlicher Aktivität und einer deutlichen Gewichtsabnahme lässt sich ein Typ-2-Diabetes ohne Tabletten in den Griff bekommen.

95 Prozent der rund sieben Millionen Menschen mit Diabetes mellitus in Deutschland sind an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Die Betroffenen haben mehrheitlich auch Übergewicht, beziehungsweise Adipositas (starkes Übergewicht). Mit einer Änderung des Lebensstils kann es Diabetes-Patienten gelingen, die Stoffwechselerkrankung auch ohne Medikamente in den Griff zu bekommen. Eine aktuelle Studie (namens DiRECT = Diabetes Remission Clinical Trial) belegt, dass eine mittels Formula-Nahrung stark kalorienreduzierte Kost, vermehrte körperliche Aktivität und eine deutliche Gewichtsabnahme die Symptome des Diabetes Typ 2 erheblich (bis zur Remission, d.h. einer Krankheitsaktivität gleich null) verbessern können (siehe Lancet 2018, Bankd 391/10120, Seite 541-551). 

„Menschen mit Typ-2-Diabetes leiden an einer Insulinresistenz, das heißt, ihre Bauchspeicheldrüsen produzieren zwar Insulin, jedoch wird es in zu geringen Mengen ausgeschüttet oder wirkt nicht mehr ausreichend an den Zielzellen“, erklärt Prof. Dr. med. Andreas Pfeiffer, Leiter der klinischen Arbeitsgruppe des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung DZD am Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke. „Neben einer genetischen Veranlagung, fördert vor allem Übergewicht,  also eine Verfettung der Organe und der Muskulatur, eine Insulinresistenz“, so Pfeiffer.

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12.12.2018: Frühstücken verringert auch das Risiko für Typ-2-Diabetes

Männer und Frauen, die im Erwachsenenalter auf das Frühstück verzichten, weisen ein 33 % höheres Risiko auf, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher am DDZ.

Rund 20% der deutschen Bevölkerung verzichtet morgens auf ihr Frühstück. In der Altersgruppe von 18-29 Jahren sind es sogar um die 50% der Menschen. Eine wissenschaftliche Auswertung am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) zeigt nun, dass Männer und Frauen, die im Erwachsenenalter auf das Frühstück verzichten, ein 33 % höheres Risiko aufweisen, an Typ-2Diabetes zu erkranken (siehe Journal of Nutrition, Online-Veröffentlichung am 9.11.2018).

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass der Verzicht auf ein Frühstück mit einem Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist. Allerdings konnte bislang nie nachgewiesen werden, in welchem Zusammenhang dies mit starkem Übergewicht (Adipositas) zusammenhängt. Adipositas ist ein bedeutender Risikofaktor für das Auftreten von Typ-2-Diabetes. Es konnte gezeigt werden, dass adipöse Menschen im Vergleich zu Normalgewichtigen häufiger auf das Frühstück verzichten. Darüber hinaus wird der Frühstücksverzicht mit einer Zunahme des Gewichts diskutiert.

Das Forscherteam um Dr. Sabrina Schlesinger, Leiterin der Nachwuchsforschergruppe Systematische Reviews am DDZ, verglich Männer und Frauen in sechs Langzeitstudien unter Berücksichtigung des Body-Mass-Index (BMI). Die Ergebnisse der Studie zeigen eine Dosis-Wirkungs-Beziehung, d.h. mit steigender Anzahl der Tage, an denen nicht gefrühstückt wurde, stieg das Diabetesrisiko an. Das stärkste Risiko wurde für den Verzicht von Frühstück für 4-5 Tagen pro Woche beobachtet. Ab dem 5. Tag in Folge des Verzichts auf ein Frühstück wurde kein weiterer Anstieg im Risiko ermittelt. „Dieser Zusammenhang ist zum Teil auf den Einfluss des Übergewichts zurückzuführen. Selbst nach Berücksichtigung des BMIs ging der Frühstücksverzicht mit einem erhöhten Diabetesrisiko einher“, erläutert Dr. Sabrina Schlesinger.

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05.12.2018: Mehr Herzinfarkte bei starken Temperaturschwankungen

Starke Temperaturschwankungen von mehr als 17,7 ° C innerhalb von 24 Stunden führen zu einer erheblichen Zunahme von Herzinfarkten und instabiler Angina pectoris (akutes Koronarsyndrom).

Starke Temperaturschwankungen von mehr als 17,7 ° C innerhalb von 24 Stunden führen zu einer erheblichen Zunahme von Herzinfarkten und instabiler Angina pectoris. Das zeigt eine neue Studie, die auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München vorgestellt wurde (ESC Abstract Nr. 86035 und Postersession 7). Am häufigsten sind Männer betroffen, berichten Prof. Dr. Dirk von Lewinski und Dr. Klemens Ablasser (Graz, A) auf dem Europäischen Kardiologiekongress.

Entgegen der ursprünglichen Annahme des Forscherteams zeigte sich in Bezug auf die Häufigkeit von aktuen Koronarsyndromen  kein statistisch relevanter Unterschied zwischen Tagen mit oder ohne Schneefall. Selbst an den Tagen nach Schneefall, an denen am ehesten von körperlicher Anstrengung beim Schneeschaufeln ausgegangen werden muss, steigt das Risiko für einen Herzinfarkt nicht. Auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt beeinflussen das Auftreten von akuten Koronarsyndromen nicht signifikant, so Dr. Ablasser.

Die Forscher hatten für ihre Studie im Großraum Graz über einen Zeitraum von acht Jahren 18.075 Patienten mit akutem Koronarsyndromen eingeschlossen, die zur Behandlung in ein Herzkatheter-Labor kamen. Wetterdaten wurden ausgewertet, einschließlich stündlicher Aufzeichnungen von Schneefall, Niederschlag und Temperatur. Die in die Studie eingeschlossenen Personen waren im Durchschnitt 67 Jahre alt und zu 74 Prozent Männer.

Schnee und Kälte in den Wintermonaten machen nicht nur für viele das Leben beschwerlicher, sondern können für Menschen mit Herzkreislauferkrankungen lebensbedrohlich werden. Als Auslöser für einen Herzinfarkt wurden Schneefall und niedrige Temperaturen besonders in Zusammen mit körperlicher Belastung im Freien, wie zum Beispiel Schneeschaufeln, vermutet. In der neuen Studie konnte das, mit Ausnahme von starken Temperaturschwankungen, nicht bestätigt werden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

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15.10.2018: Blutgerinnsel effektiv und schonend per Ultraschall aufspüren

Per Ultraschall lassen Thrombosen sich gut erkennen. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) zum Welt-Thrombose-Tag am 13. Oktober hin.

Zwischen 40.000 und 100.000 Menschen sterben pro Jahr in Deutschland an einer Lungenembolie, die infolge einer Thrombose entsteht. Die Lungenembolie ist damit nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Anlässlich des Welt-Thrombose-Tags am Samstag, den 13. Oktober, machen Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) auf die Diagnosemöglichkeiten per Ultraschall aufmerksam. Die Sonografie ist mittlerweile das Verfahren der ersten Wahl bei Thromboseverdacht. Sie ermöglicht eine exakte Darstellung des Blutgerinnsels und ist zudem besonders gesundheitsschonend. Wer Symptome der Thrombose, wie ein verstärktes Spannungsgefühl oder Schwere in den Beinen verspürt, sollte die Diagnostik wahrnehmen. 

Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel, also ein Thrombus, in einem Blutgefäß oder direkt im Herzen. Dieser Blutpfropf behindert einerseits den Blutstrom, andererseits kann er sich lösen und mit dem Blutstrom verschleppt werden. „Eine rasche Diagnose und Behandlung der Thrombose sind sehr wichtig", betont Dr. med. Emilia Stegemann, Leiterin des DEGUM-Arbeitskreises Vaskulärer Ultraschall.

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03.09.2018: Zahl der Herzkrankheiten nimmt wieder zu

Trendumkehr bei der Häufigkeit von Herz-Kreislauferkrankungen: Nach einem starken Rückgang von Todesfällen um fast die Hälfte seit 1990 steige die Zahl seit 2015 wieder leicht an.

© DOC RABE Media - Fotolia

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Kardiologen sorgen sich um eine Zunahme der Herz-Kreislauferkrankungen. Nach einem starken Rückgang von Todesfällen um fast die Hälfte seit 1990 steige die Zahl seit 2015 wieder leicht an, berichtet die Chefärztin der Kardiologie am Klinikum München-Bogenhausen, Ellen Hoffmann, anlässlich des Kardiologen-Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) vom 25. bis 29. August in München.

Der Fortschritt der Medizin bei der Öffnung verstopfter Adern, Herzschritt-machern, implantierbaren Defibrillatoren und künstlichen Herzklappen sei an eine Grenze gelangt. Zudem werde die Bevölkerung immer älter, erklärt Hoffmann. „Wir brauchen nun vor allem bessere Prävention.“

Weiterhin seien Herz-Kreislauferkrankungen mit einem Anteil von mehr als 38 Prozent die häufigste Todesursache in Deutschland. Vor allem Vorhofflimmern  nimmt rapide zu. Dabei funkt das Herz falsche Signale - die Folge ist plötzliches Herzrasen. Schon jetzt seien zwei Prozent der Menschen zwischen 50 und 60 Jahren von dieser Art der Rhythmusstörung betroffen, betont Hoffmann. „Es ist eine Volkskrankheit.“ Bei den über 75-Jährigen seien es zehn Prozent. „Das heißt, dass das Vorhofflimmern mit der Lebenserwartung steigt.“ Aber: „Es geht linear nach oben - so stark nimmt die Lebenserwartung nicht zu.“ Bis 2060 rechnen die Mediziner mit fast einer Verdoppelung der Fälle.

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