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Es erwartet Sie mit Prof. Dr. med. Rüdiger von Harsdorf ein Kardiologe mit jahrzehntelanger medizinischer Erfahrung in leitenden Positionen in renommierten kardiologischen Fachkliniken wie in internationalen Forschungseinrichtungen.
Ein erfahrenes Team wird Sie aufmerksam betreuen und Ihnen hilfsbereit zur Seite stehen.
Zur Diagnose nutzen wir in unserer Praxis viele modernste Geräte und Behandlungsmethoden. Einige präventive und therapeutische Maßnahmen wie Herzkatheteruntersuchungen und TEE führt Prof. von Harsdorf für seine Patienten selbst im Klinikum Vilshofen durch.

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Weihnachtsferien:                             24. Dezember 2020 bis 6. Januar 2021


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Neues aus der Medizin:

 

12.10.2020: Wann ist niedriger Blutdruck bedenklich?

Wann man bei niedrigem Blutdruck zum Arzt gehen sollte und welche Menschen besonders häufig betroffen sind, erläutern Experten der Deutschen Herzstiftung.

Die Beschwerden bei niedrigem Blutdruck sind schwer von generellen Befindlichkeitsstörungen zu unterscheiden, der Leidensdruck kann aber hoch sein: Schwindel, Benommenheit, Flimmern vor den Augen, morgendliche Müdigkeit, Antriebsmangel, Konzentrations- und Leistungsschwäche. Auch kalte Hände und Füße, ein Gefühl des Luftmangels, Herzklopfen und innere Unruhe können auftreten. Einen niedrigen Blutdruck durch körperliche Veranlagung, der nicht auf eine Vorerkrankung zurückgeht, haben in Deutschland bis zu drei Millionen Menschen. „Viele Betroffene fühlen sich von Beschwerden wie Müdigkeit oder Herzrasen beeinträchtigt“, berichtet Prof. Dr. med. Thomas Meinertz vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Diese Form des niedrigen Blutdrucks tritt (bis zur Menopause) häufiger bei jüngeren Frauen als bei älteren Personen auf.

Bekanntlich kann ein zu hoher Blutdruck gefährlich für Herz und Gefäße werden bis hin zum Herzinfarkt und Schlaganfall, besonders dann, wenn der Hochdruck unentdeckt und unbehandelt bleibt. Deshalb rät die Herzstiftung ab 35 Jahren zur regelmäßigen Blutdruckmessung beim Hausarzt (Gesundheits-Checkup alle zwei Jahre). „Demgegenüber ist der niedrige Blutdruck für das Herz in aller Regel unbedenklich, wenn ihm keine Krankheiten zugrunde liegen“, betont der Kardiologe und Pharmakologe aus Hamburg. „Ist aber der Leidensdruck wegen der Beschwerden groß, sollten Betroffene zum Arzt, um organische Ursachen auszuschließen.“

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09.10.2020: Schlaganfallgefahr durch verengte Halsschlagader

Patienten mit einer verengten Halsschlagader sollten auch in Zeiten von Corona ihre Kontrolluntersuchungen und OP-Termine unbedingt wahrnehmen. Dazu raten Experten der DGG.

In Deutschland leben etwa eine Million Menschen mit einer Halsschlagader, die zu mehr als 50 Prozent durch Kalkablagerungen verengt ist. Lösen sich aus diesen Plaques Stückchen heraus, droht ein Schlaganfall im Gehirn. Viele dieser Patienten haben aus Angst vor einer Corona-Infektion notwendige Kontrolluntersuchungen oder anstehende Operationen vermieden. Experten der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) raten, diese Termine dennoch unbedingt wahrzunehmen.

„Wir befinden uns fast wieder im Normalbetrieb“, betont DGG-Experte und Privatdozent Dr. med. Farzin Adili. „Die Angst vor einer Corona-Infektion im Krankenhaus ist weitgehend unbegründet“, fügt der Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin, Gefäß- und Endovascularchirurgie am Klinikum Darmstadt hinzu. Patienten sollten vor einem Klinikaufenthalt einen Corona-Abstrich vornehmen lassen. „Andernfalls müssen wir den Abstrich in der Klinik machen“, so Adili. „Aber auf keinen Fall sollten Kontrolluntersuchungen und Operationen von Gefäßerkrankungen auf die lange Bank geschoben werden.“

In Deutschland erleiden jedes Jahr bis zu 30.000 Menschen einen Schlaganfall, der von Ablagerungen an der Gefäßwand einer verengten Halsschlagader ausgeht. „Das entspricht 15 Prozent aller Schlaganfälle, die durch Durchblutungsstörungen hervorgerufen werden“, erklärt Adili. Die Verengung – in der Fachsprache „Carotisstenose“ genannt – fällt häufig lange Zeit nicht auf, weil sie zunächst keine Beschwerden verursacht und die Halsschlagader der Gegenseite eine etwaige Minderdurchblutung ausgleichen kann.

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16.09.2020: Kardiologen empfehlen Herzpatienten Sport

Herzkrankheiten werden oft medikamentös behandelt. Aber auch Sport hat positive Effekte, die nicht unterschätzt werden sollten. Nun haben sich Kardiologen für neue Empfehlungen ausgesprochen.

Sportliche Aktivitäten sind nach Angaben von Kardiologen für Menschen mit Herzerkrankungen nicht nur gesund, sondern in fast allen Fällen ein Muss. „Regelmäßiges Training verhindert nicht nur das Auftreten von Krankheiten, sondern reduziert das Risiko eines zu frühen Tods bei Menschen mit vorangeschrittenen Herzerkrankungen“, erklärt Antonio Pelliccia vom Institut für Sport und Medizin in Rom.

Pelliccia und weitere Fachleute haben in einer Arbeitsgruppe in der European Society of Cardiology (ESC) erstmalig Leitlinien für sportliche Aktivitäten bei herzkranken Menschen zusammengetragen (siehe European Heart Journal, Online-Veröffentlichung am 29.8.2020). Herzkranke Menschen sollen demnach mindestens 150 Minuten in der Woche trainieren und moderates Training vorziehen. Krafttraining mit leichten Gewichten sei für Menschen mit Übergewicht, Bluthochdruck oder/und Diabetes ein passendes Trainingskonzept. Zusätzlich sollten sie ihre Ausdauer trainieren - also beispielsweise Radfahren, Laufen und Schwimmen.  

„Bewegung ist für fast alle Formen von Herzerkrankungen gesund. Diese Empfehlungen werden von allen Fachgesellschaften uneingeschränkt befürwortet“, betont Bernhard Schwaab, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz- Kreislauferkrankungen. Zwar habe die ESC die Leitlinien das erste Mal zusammengetragen, die Inhalte sind Schwaab zufolge aber nicht neu. „Dass die größte Fachgesellschaft sich dieses Themas annimmt zeigt aber, welche Bedeutung das für die kardiologische Wissenschaft hat“, so Schwaab.

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07.08.2020: Vorsicht vor dem Coronavirus hilft nicht bei Herzinfarkt

Bei Symptomen wie Luftnot und Brustschmerz denken die meisten Menschen derzeit an eine Coronavirus-Erkrankung und nicht an einen Herzinfarkt. Das kann gefährlich werden.

Das Coronavirus und die damit einhergehenden Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens haben den Alltag vieler Menschen stark verändert. Doch nicht nur das Virus an sich, auch die Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Krankheitserreger kann schwerwiegende Folgen haben - das bestätigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Ulm. ExpertInnen der Klinik für Innere Medizin II haben untersucht, welche Veränderungen es bei der Versorgung von PatientInnen mit akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen am Universitätsklinikum Ulm gab und ob sich die Anzahl der PatientInnen mit diesem Krankheitsbild verändert hat.

„Neben der Angst vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2, denken im Moment die meisten Menschen bei Symptomen wie Luftnot und Brustschmerz zunächst an eine Coronavirus-Erkrankung und nicht an einen Herzinfarkt“, erklärt Prof. Wolfgang Rottbauer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Herz- und Lungenerkrankungen des Universitätsklinikums Ulm. „Wir wissen, dass eine verzögerte Diagnostik und Behandlung eines Herzinfarktes Leben und Herzmuskel kostet – denn Zeit ist Muskel. Die Effekte der Coronavirus-Pandemie auf die Herzinfarktversorgung haben wir deshalb über unsere Chest Pain Unit (CPU) analysiert“, berichtet Prof. Wolfgang Rottbauer weiter. Die CPU arbeitet seit zehn Jahren für die Großregion Ulm und ist auf die notfallmäßige Behandlung von HerzpatientInnen spezialisiert.

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05.08.2020: Sommer, Sonne und Hitze können auch lebensgefährlich werden

Meteorologen prognostizieren Hitzeperioden für die Zukunft. Damit steigt auch das Risiko, im Sommer einen Sonnenstich, Hitzschlag oder eine Hitzeerschöpfung zu erleiden.

Der Sommer 2018 war der zweitheißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 und Meteorologen prognostizieren für die Zukunft weitere Hitzeperioden. Damit steigt auch das Risiko im Sommer einen Sonnenstich, Hitzschlag oder eine Hitzeerschöpfung zu erleiden. In der Fachzeitschrift Notfallmedizin up2date (2020, Band 15/2, Seite 327-146) fassen Daniela Naß und Dr. med. Edgar Bauderer, eine Notfallsanitäterin und ein Notarzt, Ursachen, Anzeichen und Gegenmaßnahmen zu verschiedenen Hitzenotfällen zusammen. Daniela Naß ist Gesundheits- und Krankenpflegerin (Intensiv) sowie Notfallsanitäterin und leitet die DRK Landesschule Baden-Württemberg in Ellwangen. Dr. med. Edgar Bauderer ist Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Schmerztherapie an den Sana Kliniken in Bad Wildbad mit langjähriger Erfahrung als Notarzt.

Betragen die Temperaturen im Schatten mehrere Tage um die 29 Grad Celsius oder klettern auf 35 Grad Celsius, ohne dass es nachts spürbar abkühlt, bewerten Mediziner die Belastung als stark bis extrem. Der Körper passt sich entsprechend an: die Produktion von Schweiß wird hochgefahren, während die Salzkonzentration darin sinkt. Die Folge: der Schweiß verdunstet schneller und kühlt den Körper, ohne dass er zu viel Salze verliert. Die Blutzusammensetzung verändert sich, das Durstgefühl steigt.

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27.07.2020: Corona-Virus befällt auch das Herz

Das SARS-CoV-2-Virus kann auch Herzzellen infizieren und sich darin vermehren. Zudem ist es in der Lage, die Genaktivität infizierter Herzzellen zu verändern. Das berichten Forscher aus Hamburg…

Überraschende Erkenntnis von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Das Corona-Virus kann auch Herzzellen infizieren und sich darin vermehren. Zudem ist es in der Lage, die Genaktivität infizierter Herzzellen zu verändern. Das geht aus einer aktuellen Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Westermann aus der Klinik für Kardiologie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin des UKE hervor. Für die Studie wurden 39 verstorbene Herzpatientinnen und -patienten untersucht, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren.

„Bisher wusste man nicht, in wie vielen Fällen SARS-CoV-2 auch das Herz befällt und – wenn es das tut – ob es sich in Herzzellen vermehren und dort krankhafte Veränderungen hervorrufen kann. Mit den nun vorliegenden Untersuchungsergebnissen haben wir deutlich mehr Klarheit“, erklärt Studienleiter Prof. Westermann aus dem Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg des UKE. Bei rund zwei Drittel der untersuchten Patientinnen und Patienten (24 von 39) konnten die Forschenden im Herzgewebe das Corona-Virus SARS-CoV-2 nachweisen. In 16 Fällen fanden sie das Virus in Mengen, die klinische Auswirkungen hätten haben können (mehr als 1.000 Viruskopien pro Mikrogramm RNA). Bei fünf Patienten mit den höchsten Virusmengen identifizierten die Forschenden den Plus- und Minus-Strang des Virus-Erbguts. „Das ist das Zeichen, dass sich das Virus auch in der betreffenden Zelle vermehrt“, so Prof. Westermann.

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08.06.2020: Stoffwechselbedingte Entzündung durch Übergewicht gefährdet die Gesundheit

Fettzellen setzen insbesondere im Bauchbereich Mediatoren und Hormone frei, die eine Entzündung hervorrufen. Diese Metaflammation erhöht langfristig auch das Risiko für Diabetes und Herzinfarkt.

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Überschüssiges Fettgewebe, von dem etwa die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland betroffen sind, ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern vor allem ein Risiko für die Gesundheit. Die Fettzellen setzen insbesondere im Bauchbereich Mediatoren und Hormone frei, die eine schwelende Entzündung hervorrufen, und zwar sowohl lokal als auch systemisch.

Eigentlich ist Fettgewebe für den Menschen ein nützlicher Energiespeicher. „Die dort gelagerten Fettsäuren sichern das Überleben in Zeiten, in denen es wenig zu essen gibt“, erklärt Prof. Dr. med. Andreas Schäffler, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III der Justus-Liebig-Universität Gießen. Da es solche Phasen eines Nahrungsmangels hierzulande kaum mehr gibt, kommt es bei den meisten Erwachsenen im Verlauf des Lebens zu einer allmählichen Gewichtszunahme, insbesondere des metabolisch ungünstigen Fettgewebes im Bauchraum (viszerales Fettgewebe). In Deutschland hat mittlerweile mehr als die Hälfte der Bevölkerung einen Body-Mass-Index (BMI) von über 25 kg/m2 und gilt deshalb als übergewichtig. Einer von sechs ist mit einem BMI von über 30 sogar fettleibig oder adipös. „Normalgewicht ist in Deutschland nicht mehr der Normalfall“, betont Schäffler, Tagungspräsident des diesjährigen Hormonkongresses in Gießen, der vom 4.-6.3. in Gießen stattfand. Nicht wenige übergewichtige Menschen erkranken im Verlauf des Lebens auch an einem Typ-2-Diabetes. In Deutschland ist dies mittlerweile fast jeder zehnte Erwachsene.

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11.05.2020: Kann eine Eisentherapie bei Herzschwäche helfen?

Was bedeutet Eisenmangel für geschwächte Herzen und was bewirkt eine Eisentherapie? Diese Fragen will ein Forschungsvorhaben am Göttinger Herzzentrum aufklären.

Eisenmangel bei gesunden Menschen ist in der Regel gut behandelbar und bei ärztlicher Versorgung komplikationslos. Bei Menschen mit Herzschwäche hingegen ist der Mangel an Eisen im Blut ein häufiger Auslöser für einen Krankenhausaufenthalt. „Eisenmangel gilt heute als eine Begleitkrankheit der Herzschwäche und kann auch ohne jede Blutarmut vorliegen. Eine standardmäßige Überprüfung der Eisenwerte bei Herzschwäche ist deshalb wichtig“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung, und warnt: „Ein chronisch niedriger Eisenwert im Blut kann die Herzinsuffizienz sogar dramatisch verstärken.“

Eisenmangel führt insbesondere zu Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche der meist ohnehin geschwächten Herzpatienten und beeinträchtigt deren Lebensqualität. Umgekehrt weiß man, dass eine intravenöse Eisenzufuhr zu einer Verbesserung der Lebensqualität und zu weniger Krankenhausaufenthalten bei den Patienten führt. „Forschungsergebnisse für die Weiterentwicklung dieser noch neuen Therapieoption und die Entwicklung neuer Therapieansätze sind deshalb notwendig“, unterstreicht Andresen. Insbesondere über die genauen Zusammenhänge zwischen Eisenmangel in den Herzmuskelzellen, dem Eisenstoffwechsel und der Entwicklung einer Herzinsuffizienz bedarf es weiterer medizinischer Erkenntnisse. Ein wichtiger Schritt hierfür ist getan: die Deutsche Herzstiftung fördert mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung mit 60.000 Euro das Forschungsvorhaben „Einfluss von Eisensubstitution auf die Herzinsuffizienzentwicklung“ unter der Leitung von Prof. Dr. med Karl Toischer, Kardiologe am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen.

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17.04.2020: Höheres Komplikationsrisiko mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch COVID-19

Die Gründe, warum Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitserlauf nach einer Corona-Infektion haben, erläutert ein Internist im Interview.

Angesichts der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 herrscht bei Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen derzeit besondere Verunsicherung über Risiken und zu ergreifende Maßnahmen. Axel Bauer, Direktor der Innsbrucker Univ.-Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie und Angiologie, beantwortet dazu die wichtigsten Fragen.

Warum haben Personen mit Vorerkrankungen des Herzens im Vergleich zu PatientInnen mit anderen Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Infektion mit dem neuen Coronavirus CoV-2?

Das hat verschiedene Gründe. Zum einen haben Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingeschränkte Reserven und können die zusätzliche Belastung einer Infektionserkrankung schlechter kompensieren. Zum anderen kann die Immunabwehr bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschwächt sein. Des Weiteren kann das Virus neben der Lunge auch das Herz im Sinne einer akuten Herzmuskelschädigung direkt angreifen. In Wuhan war das bei fünf der 41 ersten PatientInnen mit COVID-19 der Fall. Diesen zusätzlichen Angriff stecken PatientInnen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen schlechter weg. Zuletzt könnte es jedoch auch spezifische Mechanismen geben, die bislang nicht verstanden sind. Insbesondere die Häufung von Bluthochdruck und schweren Verläufen von COVID-19 scheint mir auffällig.

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13.04.2020: Corona, Sport und das Immunsystem

Wenn es zu einer Corona-Infektion kommt, ist es vorteilhaft, gesundheitlich und in Bezug auf die eigene Fitness bestmöglich aufgestellt zu sein. Sport kann dazu beitragen.

Vonseiten der Politik werden umfangreiche Maßnahmen getroffen, um die Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird, einzudämmen. Laut Fachleuten bleibt das Risiko einer Infektion für einen Großteil der Bevölkerung dennoch bestehen. Wie Sport das Immunsystem beeinflusst und damit zu einem möglicherweise milderen Verlauf der Krankheit beiträgt, erklärt Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger, Neurologe und Leiter des Sportmedizinischen Instituts der Universität Paderborn.

„Wenn es zu einer Infektion kommt, ist es vorteilhaft, gesundheitlich und in Bezug auf die eigene Fitness bestmöglich aufgestellt zu sein“, sagt Reinsberger, der sich in seiner Forschung mit klinisch-wissenschaftlicher Leistungs- und Gesundheitsdiagnostik befasst. Der Mediziner ruft zum Handeln auf: „Die körperliche Leistungsfähigkeit und das Immunsystem zu stärken, ist essentiell – in Zeiten von Corona mehr denn je. Auch bislang nicht oder wenig Aktive sollten jetzt trainieren, wenn sie nicht an Krankheitssymptomen leiden. Sport erhält nicht nur die Fitness, sondern hilft dem Körper durch seine Wirkung auf die Abwehrkräfte dabei, mit Infektionen besser fertig zu werden“. Gleichzeitig macht er deutlich: „Das Infektionsrisiko als solches wird nicht verringert. Das Virus betrifft fitte und weniger fitte Menschen gleichermaßen – aber die Verläufe sind vermutlich unterschiedlich.“

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06.03.2020: Coronavirus - Empfehlungen für Herzpatienten

Bei Patienten mit kardiovaskulärer Vorerkrankung kann eine Infektion mit dem Coronavirus COVID-19 Komplikationen hervorrufen. Experten des American College of Cardiology empfehlen u.a. Folgendes.

Die Infektion mit dem neuen Coronavirus (COVID-19) verläuft bei vorerkrankten Patienten weit schwerer als bei zuvor Gesunden. Bei Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen führen Virusinfektionen häufig zu einer allgemeinen Destabilisierung. Die eingeschränkte Herzfunktion (sog. kardiale Reserve) der Betroffenen kann von den erhöhten metabolischen Anforderungen infolge der Infektion rasch überfordert werden. Insbesondere Virusinfektionen, die die Atemwege angreifen, wie Influenza, SARS, MERS oder COVID-19 stellen dabei eine besondere Herausforderung für das kardiovaskuläre System dar.

Kardiovaskuläre Komplikationen

Vorherige Pandemien mit Grippe, SARS oder MERS führten insbesondere bei der Entwicklung einer Lungenentzündung bei kardialen Risikopatienten häufig zu Verschlechterungen (Exazerbationen) der kardiovaskulären Grunderkrankung und einer akuten Herzinsuffizienz. Bei Patienten mit chronischem Koronarsyndrom konnte es zur Destabilisierung von Plaques und infolgedessen zu Herzinfarkten kommen. Schließlich vergrößerten die bei Herzpatienten häufigen Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus, Adipositas, COPD oder chronische Nierenerkrankung das Risiko kardiovaskulärer Komplikationen noch.

Empfehlungen für kardiale Risikopatienten

Aufgrund der Gefahr, die eine COVID-19-Infektion vor allem für kardiale Risikopatienten darstellt, hat ein Expertengremium des American College of Cardiology u.a. folgende klinische Empfehlungen auf der Grundlage des derzeitigen Wissensstandes erstellt:

  • COVID-19 Patienten mit zugrundeliegender chronischer Erkrankung von Herz, Atmungsapparat, Nieren oder anderen mit Priorität sollten behandelt werden.
  • In Gebieten, in denen COVID-19 aktuell grassiert, sollten Herzpatienten über ihre besonderen Risiken und zusätzliche Schutzmaßnahmen beraten werden.
  • Einige Experten meinen, dass eine rigorose Anwendung leitliniengerechter Empfehlungen zur Stabilisierung von Plaques Patienten mit chronischem Koronarsyndrom zusätzlichen Schutz bieten kann. Die Medikation sollte dabei jedoch auf das Individuum zugeschnitten sein.
  • Der Impfstatus von Patienten mit chronischem Koronarsyndrom sollte stets up to date sein. Insbesondere ein aktueller Pneumokokken- und ein Influenza-Impfschutz wird dringend empfohlen.
  • Die Symptome einer COVID-19 Infektion können die klassischen Symptome und typische Krankheitsbilder eines akuten Myokardinfarkts (AMI) überlagern, sodass das Risiko einer Unterdiagnose besteht.
  • Herzpatienten in Gegenden mit geringem COVID-19-Infektionsrisiko sollten über die weiterhin bestehenden Risiken durch Influenza sowie die enorme Bedeutung von Impfungen und häufigem Händewaschen als Infektionsschutz und einer gewissenhaften Therapieadhärenz als Schutzmaßnahme vor kardiovaskulären Komplikationen im Falle einer Infektion aufgeklärt werden.

Empfehlungen können sich jederzeit ändern

Die COVID-19 Epidemie breitet sich schnell aus und hat ein unscharfes klinisches Profil. Angehörige der medizinischen Berufe sollten daher darauf vorbereitet sein, dass sich die Empfehlungen bei einer neuen Informationslage jederzeit ändern können.

Quelle: Gelbe Liste, Barbara Welsch

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28.02.2020: Anzeichen von Schaufensterkrankheit zeitnah abklären

Schmerzen beim Gehen und kalte Füße können ein Warnzeichen für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) oder Schaufensterkrankheit sein – einem Vorboten größerer Probleme.

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Wenn beim Spaziergang nach den ersten Schritten plötzlich die Beine schmerzen, halten Betroffene das oft für Muskelkater oder -krämpfe. Tritt das Problem immer wieder auf, kann dahinter aber auch die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) oder Schaufensterkrankheit stecken, warnt die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG).

Betroffene sollten sich dann beim Arzt untersuchen lassen. Denn wer die Schaufensterkrankheit hat, ist meistens auch Risikopatient für lebensgefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie den Herzinfarkt. Wird die Durchblutungsstörung schnell erkannt, lässt sie sich in der Regel aber gut behandeln - zum Beispiel durch Lebensstil-Maßnahmen, mit denen dann auch das Risiko weiterer Krankheiten sinkt.

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17.02.2020: Essenspausen statt Kalorienreduktion

Tägliches Intervallfasten mit einem auf 10 Stunden limitierten Zeitfenster, in dem Essen erlaubt ist, kann das Gewicht und die Lipidwerte tatsächlich senken. Das berichten Forscher aus den USA.

Die Begrenzung der Nahrungsaufnahme auf ein 10-stündiges Fenster pro Tag fördert die Gewichtsabnahme und verbessert die kardiometabolischen Anomalien beim metabolischem Syndrom, wie aus einer kleinen Pilotstudie von Dr. Michael J. Wilkinson von der University of California in San Diego, USA, und seinem Team hervorgeht (siehe Cell Metabolism, Online-Veröffentlichung am 5.12.2019). „Es wurde viel über das Intervallfasten und das für eine optimale Nutzung der Diätform zu nutzende Zeitfenster diskutiert“, so der Co-Autor der Untersuchung Dr. Satchidananda Panda vom Salk Institute for Biological Studies im kalifornischen La Jolla, USA. „Basierend auf unseren Beobachtungen an Mäusen scheint ein 10-stündiges Zeitfenster die besten Resultate zu liefern. Gleichzeitig ist diese Zeitspanne nicht so restriktiv, dass ein langfristiges Festhalten der Menschen daran nicht möglich sein sollte“, fügt Panda hinzu.

Da die meisten Teilnehmer zu Studienbeginn ein Statin und/oder ein Antihypertensivum einnahmen, addierten sich die beobachteten Effekte einer Nahrungsaufnahme innerhalb eines zeitlichen Fensters zu den medikamentösen Effekten hinzu. In dieser kardiovaskulären Hochrisikogruppe hat eine deutliche Verringerung der Lipide, des Blutdrucks und des Blutzuckerspiegels neben der medikamentösen Therapie erhebliche klinische Auswirkungen, berichten die Untersucher.

In der Studie wurden 19 Teilnehmer (13 Männer und 6 Frauen) mit metabolischem Syndrom dazu angehalten, ihre Mahlzeiten über 12 Wochen auf 10 Stunden innerhalb eines Tages zu begrenzen, wodurch über jede Nacht ein 14-stündiger Fastenzeitraum entstand. Die meisten Teilnehmer waren adipös bei einem durchschnittlichen BMI von 33 kg/m2. Wichtig ist, dass sie nicht aufgefordert wurden, während des 10-stündigen Zeitfensters ihre Kalorienzufuhr zu reduzieren oder ihre Ernährungsweise in irgendeiner anderen Weise abzuändern, betonen die Untersucher.

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12.02.2020: Wichtiger Faktor des Alterns ist auch der Metabolismus

Wer im jungen bis mittleren Erwachsenenalter (bis zum 40. oder 50. Lebensjahr) weniger isst, wird voraussichtlich älter und das bei besserer Lebensqualität.

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Viele ältere Menschen plagen sich mit Schmerzen in Gelenken und Gewebestrukturen. Wie man das Altern verbessern und ohne allzu große Einschränkungen länger leben kann, darüber referiert Prof. K. Lenhard Rudolph auf dem 30. Kongress des Berufsverbandes für Arthroskopie (BVASK) in Düsseldorf.

Rudolph ist Leiter der Forschungsgruppe Stammzellalterung am Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena. Er verrät: „Bei den Grundlagen des Alterns geht es um die Stammzellen. Sie sind in fast allen Geweben nachweisbar und leider lässt ihre Funktion im Alter nach.“ Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen werden mit jeder Zellteilung die Chromosomen immer instabiler, da die Telomere immer kürzer werden. Irgendwann sind sie so kurz, dass sich unsere Zellen nicht mehr teilen können und absterben. Je kürzer die Telomere, desto kürzer ist also noch die Lebenserwartung. Zum anderen verändert sich mit dem Altern die Blutzirkulation. Die Nischen im Gewebe, in denen die Stammzellen „sitzen“, altern auch, so dass sie die Stammzellen nicht mehr richtig steuern können.

Ein ganz wichtiger Faktor des Alterns ist auch der Metabolismus, der wiederum eng mit der Ernährung zusammenhängt. „Wir können unser Altern über Diät steuern“, so Rudolph. „Wer im jungen bis mittleren Erwachsenenalter, bis zum 40./50. Lebensjahr weniger isst, wird voraussichtlich älter und das bei besserer Lebensqualität“ Das heißt, auch Muskeln, Gewebe und Gelenke würden nicht so schnell altern und verschleißen. Und: sie könnten nach einer Operation wieder schneller heilen – trotz höheren Alters.

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29.01.2020: Wie das Herz altert

Im Alter verliert das Herz seinen hohen Organisationsgrad. Insbesondere Bindegewebszellen, die Fibroblasten, geraten zunehmend außer Kontrolle.

Alter gehört zu den größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) haben nun erforscht, was tief im Herzen passiert, wenn es altert. Dafür haben sie in abertausenden alten und jungen Herzzellen untersucht, welche Gene in ihnen aktiv sind (siehe JCI Insight, Online-Veröffentlichung am 14.11.2019). Ihr Ergebnis: Im Alter verliert das Herz seinen hohen Organisationsgrad. Insbesondere Bindegewebszellen, die Fibroblasten, geraten zunehmend außer Kontrolle.

„Wir haben uns angeschaut, was im gesunden Herz passiert, wenn es unter standardisierten Bedingungen altert“, sagt Dr. Sascha Sauer vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin. Die Ergebnisse offenbaren, wo das alternde Herz besonders verletzlich ist und liefern damit auch eine mögliche Grundlage für neue therapeutische Ansatzpunkte.

Die Wissenschaftler setzten eine neue Methode ein, die Einzelzelltranskriptionsanalyse. Sie ermöglicht es, für jede Zelle gesondert zu analysieren, welche Gene in ihr abgelesen werden. Insgesamt rund 28.000 Herzzellen von jungen und alten Mäusen haben die Berliner Forscher zusammen mit der Arbeitsgruppe von Prof. Stefanie Dimmeler, Goethe Universität Frankfurt, auf diese Weise untersucht. Damit entstand ein umfassender Zellatlas der Genaktivität in alten Herzen von Säugetieren.

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13.01.2020 : Wie erhöhte Blutfettwerte Nieren und Gefäße schädigen

Erhöhte Triglyceride Im Blut führen dazu, dass Blutbahnen verstopfen und steigern somit das Risiko, frühzeitig aufgrund von Gefäßerkrankungen und Nierenschäden zu sterben.

Entzündungen im Körper werden nicht nur von Bakterien und Viren ausgelöst. Schon seit längerem ist bekannt, dass auch bestimmte Blutfette Entzündungen verursachen können. Patienten, bei denen diese Blutfettwerte erhöht sind, haben ein größeres Risiko, durch Nierenschäden oder Gefäßerkrankungen frühzeitig zu versterben. Dies hat ein internationales Forscherteam um Dr. Timo Speer von der Universität des Saarlandes nachgewiesen. Auf molekularer Ebene konnte die Forschergruppe aufzeigen, wie Blutfette in Körperzellen wirken und die körpereigene Abwehr auf schädliche Weise mobilisieren (siehe Nature Immunology, Online-Veröffentlichung am 9.12.2019)

Die Cholesterin-Werte haben Ärzte schon länger im Blick, wenn es um die Frage geht, wie das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen minimiert werden kann. Doch es gibt auch noch andere Blutfette, denen eine schädliche Wirkung zugesprochen wird. „Wir haben uns mit einer bestimmten Gruppe, den so genannten Triglyzeriden, beschäftigt. Wir konnten zeigen, dass diese körpereigene Substanz in einer erhöhten Konzentration die Abwehrzellen so verändert, dass der Körper ähnlich wie bei einer bakteriellen Infektion reagiert. Es entstehen Entzündungen, die im chronischen Verlauf die Nieren schädigen können oder zu einer Arterienverkalkung führen. Diese wiederum ist eine der Hauptursachen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall“, erklärt Timo Speer, promovierter Mediziner und Biologe an der Universität des Saarlandes und verantwortlicher Autor der Nature Immunology-Publikation.

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01.11.2019: Nicht aus Angst vor Nierenschäden Kontrastmittelgabe ablehnen

Das Risiko eines Nierenschadens durch Kontrastmittel ist offenbar lange Zeit stark überschätzt worden. Nicht voreilig auf Kontrastmittel verzichten, raten daher Experten der DGIM.

Ohne Kontrastmittel sind bildgebende medizinische Verfahren oft nur wenig aussagekräftig oder gar unmöglich. Auch Eingriffe wie das Einsetzen von Stents  finden oft unter Kontrastmittelgabe statt. Umso beunruhigender ist es für Patienten, dass manche dieser Substanzen die Nieren  schädigen können. Wie aktuelle Studien und Metaanalysen nahelegen, ist dieses Risiko jedoch lange Zeit stark überschätzt worden. Jüngere Daten weisen darauf hin, dass die Mehrzahl akuter Nierenschäden nach Röntgen  gar nicht mit einer Kontrastmittel-Gabe in Verbindung stehen (siehe New England Journal of medicin 2019, Band 380, Seite 2146-2155).  Nicht voreilig auf Kontrastmittel zu verzichten - dazu raten Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) auch im Rahmen der Initiative "klug entscheiden": Der Nutzen einer aussagekräftigen Röntgen-Untersuchung muss immer gegen das – relativ geringe – Risiko einer akuten Nierenschädigung abgewogen werden.

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30.10.2019: Wenn das Gehen zur Qual wird

Durchblutungsstörungen in den Beinen können zu starken Schmerzen beim Gehen führen. Betroffene sollten Warnzeichen der sog. Schaufensterkrankheit unbedingt ernst nehmen.

Jeder fünfte über 65-Jährige leidet an der sogenannten Schaufensterkrankheit, einer Durchblutungsstörung in den Beinen. Ursache ist eine Arteriosklerose, eine Gefäßwandverkalkung. Die Schaufensterkrankheit, auch Claudicatio intermittens oder periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)  genannt, veranlasst Betroffene, das Gehen aufgrund von Wadenschmerzen immer wieder zu unterbrechen und stehen zu bleiben. Betroffene pAVK-Patienten haben ein vier- bis sechsfach erhöhtes Risiko für einen herzinfarkt oder Schlaganfall. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) anlässlich ihrer 35. Jahrestagung hin. „Leider wird die pAVK häufig verharmlost und unterschätzt“, warnt Prof. Dr. med. Dittmar Böckler, derzeit Präsident der DGG und Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg. Deshalb erläutern Experten, welche Warnzeichen zu beachten sind, wohin sich Patienten bei Verdacht wenden sollten und wie der Verlust von Zehen oder Bein abgewendet werden kann.

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