Herzlich Willkommen in der CardioPraxis Vilshofen

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Es erwartet Sie mit Prof. Dr. med. Rüdiger von Harsdorf ein Kardiologe mit jahrzehntelanger medizinischer Erfahrung in leitenden Positionen in renommierten kardiologischen Fachkliniken wie in internationalen Forschungseinrichtungen.
Ein erfahrenes Team wird Sie aufmerksam betreuen und Ihnen hilfsbereit zur Seite stehen.
Zur Diagnose nutzen wir in unserer Praxis viele modernste Geräte und Behandlungsmethoden. Einige präventive und therapeutische Maßnahmen wie Herzkatheteruntersuchungen und TEE führt Prof. von Harsdorf für seine Patienten selbst im Klinikum Vilshofen durch.

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Urlaubszeiten der Praxis:

                
Sommerferien:                     6. bis 17. August
Herbstferien:                       4. bis 12. Oktober

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Neues aus der Medizin:

11.06.2018: Regelmäßiges Alkohol-Trinken kann krank machen

Auch wenn regelmäßiger Alkoholkonsum in weiten Teilen Europas gesellschaftlich akzeptiert ist, so kann er trotzdem weitreichende gesundheitliche Folgen haben.

Für manchen gehört das Feierabendbier zum täglichen Abschaltritual. Aber auch vermeintlich geringe Mengen Alkohol können - täglich konsumiert - schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. „Was moderate Mengen Alkohol auslösen können, wird maßlos unterschätzt“, warnt Prof. Volker Ellenrieder, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und gastrointestinale Onkologie der Universitätsmedizin Göttingen.

Moderater Konsum, damit meint der Arzt rund 40 bis 60 Gramm reiner Alkohol täglich. Das entspricht rund zwei bis drei Gläsern Bier oder Wein. „Wer das über Jahre so macht, riskiert nicht nur Leberschäden.“

Als Gastroenterologe hat Ellenrieder vor allem mit Patienten zu tun, bei denen der Alkohol die Bauchspeicheldrüse geschädigt hat. Dabei ist es vermutlich nicht nur das Gift an sich, das den Schaden anrichtet. „Der regelmäßige Konsum kann zu einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen“, sagt Ellenrieder. Und dies wiederum ist ein Hauptrisikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs, eine Tumorart mit immer noch einer der schlechtesten Prognosen überhaupt.

Das Tückische: Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen sind nicht so leicht zu erkennen. Erst in einem späten Stadium zeigt sie sich durch eine massive Gewichtsabnahme, ständige Abgeschlagenheit, Durchfälle und hohe Anfälligkeit für Krankheiten.

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08.06.2018: Atemnot oder Leistungseinschränkung als Warnzeichen

Viele herzkranke Menschen kennen die krankheitstypischen Warnzeichen einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) nicht, sind allerdings besonders gefährdet, schleichend eine solche zu bekommen.

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Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist eine unterschätzte Volkskrankheit. Allein in Deutschland leiden nach Expertenschätzungen zwei bis drei Mio. Menschen an einer Herzschwäche. Jährlich werden über 444.000 Patienten mit einer Herzschwäche in ein Krankenhaus eingeliefert, rund 45.000 sterben daran.

Chronische Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen. In etwa 70 % der Fälle entwickelt sich die Herzschwäche aus der Koronaren Herzkrankheit (KHK) und Bluthochdruck, allein oder gemeinsam mit Diabetes. Aber auch Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündung, Vorhofflimmern oder angeborene Herzfehler sind Ursachen der Herzschwäche. Beispiel Bluthochdruck: Hoher Blutdruck führt, wenn er nicht optimal eingestellt ist, durch die chronische Druckbelastung auf das Herz-zur Verdickung oder Versteifung des Herzmuskels und dadurch zur diastolischen Herzschwäche.

„Viele herzkranke Menschen kennen weder die Ursachen der Herzschwäche noch die krankheitstypischen Warnzeichen, mit denen sie sich bemerkbar macht. Besonders sie sind gefährdet, schleichend eine Herzschwäche zu bekommen, der Aufklärungsbedarf ist daher besonders groß“, betont Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

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06.06.2018: Richtige Ernährung im Alter – so wichtig wie Medizin

Der Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen bleibt auch mit zunehmendem Alter unverändert hoch. Senioren sollten sich insofern vor einer Mangel- und Fehlernährung in Acht nehmen.

Ernährungsgewohnheiten und der Stoffwechsel ändern sich mit dem Alter: Senioren über 70 sind körperlich meist nicht mehr so aktiv wie in jüngeren Jahren, Grundumsatz und Kalorienbedarf sinken, der Appetit nimmt ab. Dennoch bleibt der Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen unverändert hoch. Vor einer möglichen Mangel- und Fehlernährung in den höheren Lebensjahren warnten daher die Internisten anlässlich ihres Jahreskongresses, der Mitte April in Mannheim stattfand.

Besonders deutlich werden die Besonderheiten des Alters am Beispiel des Vitamin D, das für den Kalziumhaushalt und den Knochenaufbau wichtig ist. Der Körper kann das Vitamin zwar selbst herstellen, benötigt hierfür aber den UV-B-Anteil des Sonnenlichts. Bei Senioren kommen nun zwei Probleme zusammen: Zum einen kann gealterte Haut weniger Vitamin D produzieren, zum anderen halten sich ältere Menschen in der Regel weniger oft im Freien auf – besonders, wenn sie pflegebedürftig oder gar bettlägerig sind. „Dann ist es unmöglich, den Bedarf aus natürlichen Lebensmitteln zu decken“, erklärt Prof. Dr. med. Jürgen M. Bauer, Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien Krankenhauses Heidelberg, und rät Senioren daher zur Einnahme von Vitamin D-Präparaten.

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23.05.2018: Bestimmte Immunzellen tragen auch zu Arterienverkalkung bei

Schlaganfall und Herzinfarkt sind Todesursache Nr. 1 in den westlichen Ländern. Welche Zellen an Arterienverkalkung beteiligt sind, haben jetzt Würzburger Forscher herausgefunden.

Arterienverkalkung (Atherosklerose) stellt in westlichen Ländern die häufigste Krankheits- und Todesursache dar. In Deutschland ist sie mit dafür verantwortlich, dass jedes Jahr rund 300.000 Menschen einen Herzinfarkt  und gut 270.000 Menschen einen Schlaganfall erleiden. Schätzungen gehen davon aus, dass eine Atherosklerose in diesen Ländern für gut die Hälfte aller Todesfälle verantwortlich ist.

Bei der Suche nach den Auslösern dieser Krankheit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und des Universitätsklinikums Würzburg jetzt einen Fortschritt erzielt: Sie haben in den betroffenen Gefäßen die Immunzellpopulationen genauer untersucht, die in dem Krankheitsgeschehen eine wichtige Rolle spielen (siehe Circulation Research, Online-Veröffentlichung am 15.3.2018). 

„Wir haben mit Hilfe der Einzelzell-RNA-Sequenzierung drei unterschiedliche Makrophagen-Populationen identifiziert, die auf unterschiedliche Art und Weise Einfluss auf die Entwicklung einer Atherosklerose nehmen könnten. Darunter ist auch eine bisher nicht beschriebene Makrophagen-Population“, schildert Clement Cochain das zentrale Ergebnis der aktuell veröffentlichten Studie. Diese Populationen waren zu unterschiedlichen Phasen der Krankheit und auch in unterschiedlichen Modellen der Erkrankung nachweisbar.

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21.05.2018: Schon wenige Minuten Bewegung pro Tag senken das Diabetes-Risiko

Wer es schafft, täglich 7 bis 8 Minuten zügig spazieren zu gehen, reduziert sein Risiko für Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen um 20 Prozent.

Bereits wenige Minuten Bewegung am Tag können die schlimmsten Folgewirkungen eines starken Übergewichts (Adipositas) mildern und im günstigsten Fall sogar verhindern. „Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass bereits ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität die schlimmsten Folgewirkungen der Adipositas mildern und im günstigsten Fall sogar verhindern kann“, berichtet Prof. Dr. Martin Halle (München) auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim. „Wer täglich sieben bis acht Minuten zügig spazieren geht, reduziert sein Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes bereits um 20 Prozent.“

Allerdings sollte dieses Minimalprogramm wirklich zügig – also mit einer deutlichen Zusatzbelastung für das Herz – durchgeführt werden, weil nur so die Ausschüttung von risikominimierenden Hormonen in den Muskeln aktiviert wird. Zum anderen sollte dieses Programm tatsächlich täglich absolviert werden. Wer das schafft, darf schon nach 6 bis 8 Wochen mit einem deutlich verbesserten Muskelstoffwechsel, einer erhöhten Elastizität der Gefäße und einer wieder gesteigerten diastolischen Herzfunktion rechnen. „In Summe sind die Effekte mit jenen vergleichbar, die sich mit einer über zwei Jahre kontinuierlich verteilten Gewichtsabnahme von 20 Kilo erzielen lassen“, berichtet Prof. Halle.

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27.04.2018: Verstärkte Ängste können auch vor Herzattacke schützen

Menschen, die unter krankhaft verstärkten Ängsten leiden, nehmen Symptome eines Herzinfarkts früher ernst und lassen sich schneller behandeln. Das verbessert ihre Überlebenschance.

Menschen mit Angststörungen leider unter starken Ängsten, die unabhängig von einer echten Gefahr auftreten. Sie fürchten sich oft vor Alltagssituationen, was ihr Leben sehr belasten kann. Ein erhöhtes Risiko für Herz-und Kreislauferkrankungen können unter anderem die Folgen sein. Doch in akuten Notsituationen ist Angst seit Urzeiten auch ein wirkungsvoller Schutzmechanismus. Dass sogar eine Angststörung bei einem Herzinfarkt  helfen kann, fand ein Team um Prof. Karl-Heinz Ladwig von der Technischen Universität München (TUM) und dem Helmholtz Zentrum München heraus (siehe Clinical Research in Cardiology, Online-Vorabveröffentlichung am 30.1.2018).

Für die Untersuchung nutzten sie Daten aus der sog. MEDEA-Studie (Munich Examination of Delay in Patients Experiencing Acute Myocardial Infarction), in der 619 Infarktpatienten noch im Krankenhaus innerhalb von 24 Stunden nach Verlassen der Intensivstation befragt und weitere Daten wie die Ankunftszeit in der Klinik und der Krankheitsverlauf erhoben wurden. Je früher nach einem Infarkt eine medikamentöse Therapie beginnt, umso geringer sind die Schäden am Herzen, die späteren gesundheitlichen Einschränkungen und die Wahrscheinlichkeit zu sterben.

Rund 12 Prozent der Erkrankten in der Studie litten unter einer Angststörung. Es zeigte sich, dass sie in der akuten Herzinfarkt-Situation schneller reagierten und früher in die Notaufnahmen kamen. Besonders deutlich war der Zeitunterschied zwischen weiblichen Infarktpatienten ohne und mit Angststörungen: im Durchschnitt erreichten Letztere 112 Minuten nach Infarktbeginn die Klinik, während die Vergleichsgruppe ohne Angststörung rund zwei Stunden länger brauchte. Viele wissenschaftliche Studien haben zeigen können, dass bei einem akuten Herzinfarkt schon jede halbe Stunde für das Überleben entscheidend ist, erklärt Karl-Heinz Ladwig.

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25.04.2018: Bestimmte Immunzellen tragen auch zu Arterienverkalkung bei

Schlaganfall und Herzinfarkt sind Todesursache Nr. 1 in den westlichen Ländern. Welche Zellen an Arterienverkalkung beteiligt sind, haben jetzt Würzburger Forscher herausgefunden.

Arterienverkalkung (Atherosklerose) stellt in westlichen Ländern die häufigste Krankheits- und Todesursache dar. In Deutschland ist sie mit dafür verantwortlich, dass jedes Jahr rund 300.000 Menschen einen Herzinfarkt und gut 270.000 Menschen einen Schlaganfall erleiden. Schätzungen gehen davon aus, dass eine Atherosklerose in diesen Ländern für gut die Hälfte aller Todesfälle verantwortlich ist.

Bei der Suche nach den Auslösern dieser Krankheit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und des Universitätsklinikums Würzburg jetzt einen Fortschritt erzielt: Sie haben in den betroffenen Gefäßen die Immunzellpopulationen genauer untersucht, die in dem Krankheitsgeschehen eine wichtige Rolle spielen (siehe Circulation Research, Online-Veröffentlichung am 15.3.2018).

„Wir haben mit Hilfe der Einzelzell-RNA-Sequenzierung drei unterschiedliche Makrophagen-Populationen identifiziert, die auf unterschiedliche Art und Weise Einfluss auf die Entwicklung einer Atherosklerose nehmen könnten. Darunter ist auch eine bisher nicht beschriebene Makrophagen-Population“, schildert Clement Cochain das zentrale Ergebnis der aktuell veröffentlichten Studie. Diese Populationen waren zu unterschiedlichen Phasen der Krankheit und auch in unterschiedlichen Modellen der Erkrankung nachweisbar.

Die Studie wurde von Professorin Alma Zernecke-Madsen mit ihrem Team am Lehrstuhl für Experimentelle Biomedizin II an der Würzburger Universitätsklinik  in enger Zusammenarbeit mit dem Team um Dr. Emmanuel Saliba am 2017 an der Universität Würzburg gegründeten Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI), einem Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) , durchgeführt.

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20.04.2018: Entzündungsreaktion nach Schlaganfall beschleunigt Arterienverkalkung

Ein erster Schlaganfall erhöht das Risiko für nachfolgende Schlaganfälle. Die Ursache dafür und der Mechanismus der zugrundeliegenden Entzündungsreaktion wurden jetzt aufgeklärt.

 Schlaganfall ist nach wie vor eine der Haupttodesursachen in entwickelten Ländern. Nach einem ersten Schlaganfall ist das Risiko für ein weiteres Ereignis über Jahre hin erhöht (hohe Schlaganfall­Rezidivrate). Frühere Studien zeigten auf, dass insbesondere eine Arterienverkalkung (Atherosklerose) in den großen Blutgefäßen deutlich mit dem Wiederauftreten eines Schlaganfalls (Rezidiv) assoziiert wird. Atherosklerose ist eine chronische Entzündung der Arterienwände, in dessen Verlauf es zur Bildung von atherosklerotischen Plaques (Gefäßverkalkungen) kommt. Diese können zu Rissen in der Blutgefäßwand führen und Infarkte in den Endorgangen, etwa im Gehirn, verursachen.

Welche Mechanismen dieser erhöhten Rezidivrate nach Schlaganfall aufgrund einer Atherosklerose zugrunde liegen, war bislang allerdings unbekannt. Schlaganfall selbst führt zu einer komplexen Immunreaktionskette (einer sog. multiphasischen Immunkaskade des systemischen Immunkompartiments). Bereits wenige Stunden nach einem Schlaganfall kommt es zu einer sterilen Entzündung. Diese Entzündung lässt sich auch nach Wochen sowohl in Patienten als auch in Mäusen nachweisen. Ein Grund hierfür sind sogenannte Alarmine, wie in einer vorhergehenden Arbeit der Arbeitsgruppe von Dr. Artur Liesz am Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung bereits gezeigt werden konnte. Alarmine sind verschiedenste Moleküle (Proteine, DNA, etc.), die von sterbenden Hirnzellen in die Blutzirkulation ausgeschüttet werden. Hier können sie über bestimmte Rezeptoren (sogenannte Pattern Recognition Receptors) verschiedenste (Immun)-Zellen aktivieren.

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16.04.2018: So kann das Herz auch im Alter jung bleiben

Wer möglichst frühzeitig auf einen gesunden Lebensstil achtet und die bekannten Risikofaktoren konsequent vermeidet, kann einer vorzeitigen Alterung von Herz und Gefäßen vorbeugen.

Viele Beschwerden, die als „normale“ Alterserscheinungen gelten, sind in Wahrheit Endpunkte eines schleichenden Krankheitsprozesses: Übergewicht  und  Bewegungsmangel bringen die Blutfettwerte in Schieflage und erhöhen das Diabetesrisiko. Damit Hand in Hand gehen oft Bluthochdruck, Schäden an den Gefäßwänden und Arteriosklerose, die letztlich auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall in die Höhe treiben. Wie dieser Prozess verlangsamt und insbesondere das Herz länger gesund erhalten werden kann, erläuterten Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) auf einer Pressekonferenz in Berlin. 

Dass das Herz im Alter immer schwächer und anfälliger wird, schien lange Zeit unausweichlich zu sein. „Es wird aber immer deutlicher, dass man solche Alterserscheinungen nicht einfach hinnehmen muss“, erklärt Prof. Dr. med. Ursula Müller-Werdan, die den Schwerpunkt Geriatrie der Inneren Medizin an der Berliner Charité leitet. Vielmehr lägen den schleichenden Alterungsprozessen, die sich an den verschiedenen Organen vollziehen, und den dann scheinbar unvermittelt auftretenden Alterskrankheiten ähnliche Entstehungsmechanismen zugrunde.

Für das Herz heißt das: Wer die bekannten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Leiden vermeidet, beugt auch einer vorzeitigen Alterung von Herz und Gefäßen vor. Die Liste der schädlichen Einflüsse, denen es entgegenzuwirken gilt, ist heute allgemein bekannt und oft wiederholt worden: Zigarettenrauch, Übergewicht und körperliche Inaktivität zählen dabei zu denjenigen Faktoren, die der Einzelne vermeiden oder gegen die er aktiv vorgehen kann. Andere Risikofaktoren können nicht immer vermieden werden – sie sollten aber frühzeitig erkannt und konsequent behandelt werden, um das Herz zu schützen. Dazu zählen etwa ein Diabetes,  ein bereits bestehender Bluthochdruck, chronische Entzündungsprozesse oder hohe LDL-Cholesterinwerte. 

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11.04.2018: Auch ein schneller Anstieg von Stickoxiden erhöht das Herzinfarktrisiko

Das akute Herzinfarktrisiko verdoppelt sich in etwa, wenn die Stickoxidkonzen-tration innerhalb eines Tages um 20 Mikrogramm pro Kubikmeter ansteigt. Das berichten Forscher aus Jena.

Seit längerem ist bekannt, das hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft der Gesundheit schaden und unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. In einer epidemiologischen Studie wiesen Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena jetzt nach, dass sich das kurzfristige Risiko für einen Herzinfarkt auch erhöht, wenn der Stickoxidgehalt in der Umgebungsluft innerhalb von 24 Stunden rasch ansteigt (siehe European Journal of Preventive Cardiology, Online-Veröffentlichung am 1.1.2018). Dynamische Anstiege der Luftverschmutzung sind durch europäische Grenzwerte allerdings bisher nicht erfasst.

In ihrem aktuellen Bericht zur Luftqualität listet die Europäische Umweltbehörde unter anderem die Lebensjahre auf, die die Luftverschmutzung die Bevölkerung schätzungsweise kostet. Demnach sollen die Europäer im Jahr 2016 insgesamt über 800.000 Lebensjahre verloren haben wegen der Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid – bei konservativer Rechnung. Dieses Gas entsteht in der Europäischen Union vor allem in Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen und insbesondere von Diesel-PKWs sowie in Heizanlagen, es reizt und schädigt nachweislich die Atmungsorgane und erhöht das Herzinfarktrisiko. Die europaweit geltenden Grenzwerte, 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft als maximaler Stundenwert und 40 Mikrogramm im Jahresmittel, werden deshalb mit einem dichten Netz vom Messpunkten überwacht.

 

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28.03.2018: So riskant ist inneres Bauchfett

Ein paar kleine Speckröllchen sind kein Problem. Wer aber eine feste Wampe vor sich herschiebt, hat vermutlich zu viel inneres Bauchfett angesammelt. Und das kann richtig gefährlich werden.

Zeitweise sah es so aus, als würde der Bierbauch rehabilitiert. Unter dem Hashtag #dad bod („Papa-Körper“) lag ein bisschen Wampe plötzlich im Trend. Wer nicht Gefahr laufen will, krank zu werden, sollte es aber bei diesem Bisschen belassen. Denn Bauchspeck ist riskant. Wird man ihn nicht alsbald wieder los, droht das sogenannte tödliche Quartett bzw. ein metabolisches Syndrom mit Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes.

Eine füllige Leibesmitte macht nicht nur Probleme beim Hemdkauf - sie zeigt im Zweifelsfall auch, dass Organe wie Herz, Leber und Darm von Fettzellen umgeben sind. Das Problem: Bauchfett hat einen sehr umtriebigen Stoffwechsel, der Hunderte schädlicher Botenstoffe produziert und freisetzt, erklärt der Hamburger Internist und Ernährungsmediziner Matthias Riedl.

Die Botenstoffe setzen Entzündungsprozesse in Gang. „Es kann zu toxischen Ansammlungen in der Leber und schlimmstenfalls zu Leberversagen kommen“, warnt Prof. Matthias Blüher, Endokrinologe am Universitätsklinikum Leipzig. Wenn zum Bauchfett auch noch ein zu hoher Blutdruck, veränderte Fettstoffwechselwerte und ein erhöhter Blutzucker kommen, sprechen Ärzte vom metabolischen Syndrom.

Schon drei der vier Faktoren erhöhen das Risiko für einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Das metabolische Syndrom wird deshalb auch als tödliches Quartett bezeichnet. Darüber hinaus begünstigt zu viel Bauchfett die Entstehung von Diabetes. Und auch das Risiko für einen Tumor  ist höher.

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19.03.2018: Bei mangelnder Schonung nach Grippe droht Herzmuskelentzündung

Bei anhaltender Schwäche nach einer überstandenen Grippe besteht der Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung. Das sollte man vom Arzt abklären lassen.

Wer sich mehr als zwei Wochen nach einer Grippe immer noch ständig schlapp fühlt, sollte das vom Arzt abklären lassen. Müssen Betroffene etwa bei Spaziergängen immer noch Pausen einlegen, obwohl sie dies sonst nicht machen, ist das ein Alarmsignal. Es könnte sein, dass der Infekt das Herz in Mitleidenschaft gezogen hat. Weitere Anzeichen für eine Herzmuskelentzündung sind Wasseransammlungen in den Beinen, ein Druckgefühl in der Brust oder ein unregelmäßiger Herzschlag, informiert die Deutsche Herzstiftung.

Ein Stück weit vorbeugen lässt sich einer Herzmuskelentzündung, indem man sich gut auskuriert. Körperlich belasten sollten sich Betroffene erst, wenn das Fieber  vergangen ist und auch Symptome wie Husten und Gliederschmerzen abgeklungen sind. Schonung ist auch noch angesagt, solange sich jemand schwach und abgeschlagen fühlt.

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05.03.2018: Was ist effektiver: Low-Fat-Diät oder Low-Carb-Diät?

Auf welche Weise nehme ich am besten ab? Und entscheiden meine Gene mit über den Diäterfolg? Eine Studie gibt Antworten - und wirft neue Fragen auf.

Low-Fat, Low-Carb, Ananas-, Steinzeit- und Mittelmeerdiät  oder einfach nur „FdH: Friss die Hälfte“. Wer Gewicht verlieren möchte, hat schon bei der Auswahl der Diät die Qual der Wahl. Was die Sache nicht leichter macht: Einige neuere Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass man bei der Entscheidung nicht nur die persönlichen Vorlieben, sondern womöglich auch das persönliche Genprofil berücksichtigen sollte. Demnach beeinflussen genetisch festgelegte Stoffwechsel-Eigenschaften, wie gut jemand auf eine bestimmte Diät anspricht. Schlimmstenfalls wären alle Mühen umsonst, wenn eine ausgewählte Diät nicht zum persönlichen Profil passt.

Dieses Prinzip scheint allerdings noch fern praktikabler Umsetzung zu sein: Einer neuen Studie US-amerikanischer Wissenschaftler zufolge spielen bisher berücksichtigte Gen-Merkmale zumindest im Vergleich zwischen einer kohlenhydratarmen (low-carb) und einer fettarmen (low-fat) Ernährung keine Rolle für den Abnehm-Erfolg. Generell helfen beide Diät-Arten gleich gut oder schlecht beim Abspecken.

Das Team um Christopher Gardner von der Stanford University Medical School (US-Staat Kalifornien) hatte 609 übergewichtige Studienteilnehmer zwischen 18 und 50 Jahren auf zwei Gruppen verteilt. Die eine aß ein Jahr lang fettarme, die andere kohlenhydratarme Kost. Bei der fettarmen Ernährung wird der Verzehr von fetthaltigen Lebensmitteln wie Milchprodukten, Wurst und Schokolade eingeschränkt. So wird die aufgenommene Menge an kalorienreichem Fett gebremst - man sollte abnehmen.

Bei der Low-Carb-Diät sind kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Reis, aber auch Obst und viele Gemüsesorten weitgehend tabu. Der Gedanke dahinter: Kohlenhydrate werden im Körper in Glukose umgewandelt, der Blutzuckerspiegel steigt. Um dem zu begegnen, schüttet der Körper Insulin  aus, welches den Zucker in die Zellen befördert. Viele Kohlenhydrate führen zu einer starken Insulinausschüttung und in der Folge zu einem raschen Absinken des Blutzuckerspiegels, was dann wieder ein Hungergefühl auslöst.

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02.03.2018: Wie viel Fleisch ist noch gesund?

Fleisch enthält wichtige Nährstoffe. Problematisch wird es aber, wenn man zu viel davon zu sich nimmt. Und das tun die meisten Deutschen - jedenfalls statistisch gesehen.

Immer mehr Menschen verzichten bewusst auf Fleisch oder essen zumindest weniger davon. Man könnte glatt meinen, Deutschland mutiere zu einer Nation von Vegetariern, Veganern und Flexitariern. Doch noch immer essen die Deutschen doppelt so viel Fleisch wie empfohlen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind es pro Kopf und Jahr rund 60 Kilogramm Fleisch und Wurstwaren. Das ist eindeutig zu viel, sagen Experten - gesunde Ernährung sieht anders aus. Die DGE empfiehlt, pro Woche nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst zu essen. Das entspricht 31 Kilogramm pro Kopf und Jahr, erklärt DGE-Sprecherin Antje Gahl.

Ganz aufs Tier verzichten muss nicht, wer sich ausgewogen ernähren will: Fleisch enthält nämlich wichtige Nährstoffe: hochwertiges Eiweiß, Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen. Aber wie so oft kommt es auf das richtige Maß an. In Wurst steckt meist viel Fett. „Zusätzlich wird beim Zubereiten von Fleisch noch Fett dazu gegeben, zum Beispiel beim Braten und noch mehr beim Panieren“, erläutert Gabriele Janthur, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale NRW. Wie ungesund das ist, hängt auch davon ab, wie viel sich jemand bewegt. Die Rechnung ist einfach: Wer mehr Energie - zum Beispiel in Form von Fett - zu sich nimmt, als er verbraucht, wird dick.

In Fleisch steckt zudem Cholesterin,  das Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen kann. „Die ebenfalls enthaltenen Purine erhöhen die Hernsäure  im Blut und können einen Gichtanfall auslösen", betont Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED). Wer sehr viel rotes Fleisch isst, erhöht womöglich sein Risiko für Darmkrebs. 

Zum roten Fleisch gehören Fleisch und Fleischerzeugnisse vom Rind, Schaf, Ziege oder Schwein. Der Verzehr von weißem Fleisch, etwa Geflügel, geht dagegen nicht mit einem höheren Krebsrisiko einher.

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14.02.2018: Herzinfarkt kann auch das Gehirn schädigen

Ein Herzinfarkt kann nicht nur eine Entzündung am Herzmuskel verursachen, sondern auch eine Entzündungsreaktion im Gehirn (Neuroinflammation) nach sich ziehen.

Ein sonst unkomplizierter Herzinfarkt kann auch das Gehirn beeinträchtigen. Das fanden Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) heraus. Unter der Leitung von Professor Dr. Frank Bengel, Direktor der MHH-Klinik für Nuklearmedizin, konnten sie mit hochmodernen Bildgebungstechniken zeigen, dass ein Herzinfarkt nicht nur eine Entzündung am Herzmuskel, sondern auch eine Entzündungsreaktion im Gehirn (Neuroinflammation) mit sich bringt (siehe  Journal of the American College of Cardiology 2018, Band 71/3, Seite: 263-275).

Die Entzündung am Herzmuskel, die nach Herzinfarkt stattfindet, soll zur Heilung beitragen. Sie führt aber bei einer überschießenden Reaktion zu einer weiteren Schädigung und Verschlechterung der Herzfunktion (Herzschwäche). Bisher wurde angenommen, dass dieser Prozess im Wesentlichen auf das Herz  beschränkt ist. Die Ergebnisse der MHH-Forscher zeigen nun jedoch, dass unmittelbar nach einem Infarkt sowie auch im Falle einer später entstehenden Herzschwäche das Gehirn mit einbezogen ist. Diese Vernetzung zwischen Herz und Gehirn wird wohl über das Immunsystem vermittelt. Andere Organe wie Leber oder Nieren scheinen nicht gleichermaßen betroffen zu sein.

„Diese enge Verbindung zwischen der Entzündung von Herz und Hirn ist neu und wichtig, weil andere Studien gezeigt haben, dass eine Entzündungsreaktion im Gehirn Gedächtnisstörungen und die Entwicklung von Demenz fördern kann“, erläutert Prof. Bengel. Die Auswirkungen von Herzerkrankungen auf die Gehirnfunktion müssen deshalb in Zukunft noch genauer betrachtet und bei der Entwicklung von neuen Behandlungen, die auf eine verbesserte Heilung abzielen, eingeschlossen werden. Prof. Dr. Johann Bauersachs und Prof. Dr. Kai Wollert aus der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie haben das Projekt unterstützt. Beide glauben, dass es künftig möglich sein wird, mit entzündungshemmenden Medikamenten nicht nur die Herzinfarktheilung, sondern auch die Entzündung im Gehirn günstig zu beeinflussen.

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07.02.2018: Niedrige Grenzwerte für Bluthochdruck nicht einfach auf ältere Patienten übertragbar

Mit einer intensiveren Blutdrucksenkung bei älteren Patienten steigt auch deren Sturzrisiko. Davor warnen Experten der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).

 

Die im November 2017 veröffentlichten niedrigeren Grenzwerte für den Bluthochdruck gefährden ältere Patienten – zumindest bei unkritischer Anwendung. Nach den neuen Empfehlungen amerikanischer Fachgesellschaften gilt jetzt nur noch ein Blutdruck von weniger als 120/80 mm Hg als normal. Bereits ab einem Blutdruck von 130/80 mm Hg liegt ein Bluthochdruck vor. 

Die neuen amerikanischen Empfehlungen stützen sich auf aktuelle Untersuchungen, die in der Tat auch für ältere Patienten den Nutzen einer intensiveren Blutdrucksenkung belegen konnten. Die diesbezüglichen Studien wurden sorgfältig durchgeführt und die jeweiligen Ergebnisse sind nachvollziehbar. Das Problem taucht bei der Übertragung der Studienergebnisse auf den älteren Patienten im Praxisalltag auf. Hier sind im Wesentlichen zwei Aspekte zu nennen:

1. Die automatische, unbeobachtete Blutdruckselbstmessung, die in der wesentlichen Studie eingesetzt wurde, führt zu Blutdruckwerten, die etwa 15/8 mm Hg niedriger liegen als Messungen durch medizinisches Personal.

2. In die Studie wurden nur sehr rüstige, zuhause lebende, ältere Patienten aufgenommen. So fit wie die Patienten der Studie sind aber bei weitem nicht alle Personen im höheren Lebensalter.

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26.01.2018: Vitamin D-Mangel im Winter vorbeugen

Lichtmangel im Winter kann zu einem Mangel an Vitamin D führen. Wie wir dieses am besten aufnehmen, erklären zwei Experten im Interview.

 In unserer Breiten kann der Lichtmangel in der Winterszeit bei vielen Menschen Stimmungsschwankungen hervorrufen. Schuld daran ist unter anderem ein Mangel an Vitamin D. Wie wir dieses am besten aufnehmen, erklären Prof. Jüstel vom Fachbereich Chemieingenieurwesen und Prof. Dr. Joachim Gardemann, Kinderarzt und Leiter des Kompetenzzentrums Humanitäre Hilfe, im Interview:

Herr Prof. Gardemann, wofür brauchen wir Vitamin D?

Gardemann: Das Vitamin D steuert biochemische Reaktionen im gesunden Körper. Es unterstützt den Aufbau der Knochen und der Muskulatur, führt zur Stärkung des Immunsystems, hat eine Schutzfunktion für die Nervenzellen des Gehirns und für das Herz-Kreislaufsystem, senkt den Blutdruck und schützt auch vor Krebserkrankungen.

Herr Prof. Jüstel, wie nehmen wir Vitamin D auf?

Jüstel: Zu 90 Prozent erfolgt das über die Sonne, genauer mithilfe der UV-B-Strahlung, zu zehn Prozent über die Ernährung. Lebensmittel, die besonders viel Vitamin D enthalten, sind beispielsweise Seefische wie Lachs oder Makrele. Sie müssten aber schon sehr viel Fisch essen, um Ihren Vitamin D-Haushalt aufrechtzuerhalten. Besser wäre es, viel Sonne zu tanken. Guter Schutz, abhängig von Ihrem Hauttyp, ist dabei natürlich wichtig, übertreiben sollten Sie es mit dem Eincremen aber nicht. Verwenden Sie zum Beispiel Lichtschutzfaktor 50, bilden Sie quasi überhaupt kein Vitamin D mehr, denn dann dringt die UV-B-Strahlung nicht zu den Vitamin D bildenden Hautzellen durch. Lieber nehmen Sie also einen geringeren Lichtschutzfaktor, bleiben dafür aber kürzer in der Sonne – aber bitte nicht in der Mittagszeit.

Und wie verhindere ich Vitamin D-Mangel im Winter?

Jüstel: Den verhindern Sie eigentlich nur, indem Sie in der kalten Jahreszeit dahin fahren, wo die Sonne kräftig scheint. Denn zwischen Oktober und März haben wir in unseren Breiten eigentlich keine Chance, Vitamin D über die Sonne aufzunehmen – das ist das Problem beim Winter hierzulande. Eine Woche Sonne pur würde schon genügen. Aber da wir ja nicht ständig Urlaub in der Karibik machen können, bleibt nur eins: Von April bis September so viel wie möglich rausgehen und die Sonne genießen, denn der Körper speichert Vitamin D für eine gewisse Zeit. Etwa zwei bis drei Monate dürften das sein. Je älter Sie werden, desto mehr sollten Sie sich in der Sonne aufhalten, denn mit zunehmendem Alter bilden die Hautzellen langsamer Vitamin D. Zu viel davon über die Sonne aufnehmen können Sie übrigens nicht, denn der Körper baut es photochemisch wieder ab. Gefährlich wird es aber, wenn Sie Vitamin D durch Ernährung überdosieren, zum Beispiel spezielle Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten einnehmen. Das sollten Sie nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt machen. Generell leiden wir aber in den Wintermonaten eher unter einem Mangel.

Ob bei Erwachsenen ein Vitamin D-Mangel vorliegt, lässt sich am besten durch einen Bluttest nachweisen. Wer unsicher ist, sollte den ruhig mal machen lassen – er zählt allerdings nicht zu den Kassenleistungen.

Die gesundheitlichen Folgen von Vitamin D-Mangel könnten auch viele zufluchtssuchende Frauen in Deutschland spüren. Denn aus religiösen Gründen verdecken einige von ihnen ihren Körper. Ob sie deshalb einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, an Vitamin D-Mangel zu leiden, wird derzeit an der Fachhochschule Münster in einer Masterarbeit untersucht.

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19.01.2018: Brustschmerzen bei Minusgraden können Warnzeichen für Herzinfarkt sein

Wer bei winterlichen Temperaturen beim Einatmen Schmerzen oder ein Brennen im Brustkorb spürt, sollte besser einen Arzt aufsuchen. Denn es könnte sich um einen Anfall von Kälteangina handeln.

Wer bei klirrender Kälte vor die Tür tritt und beim Einatmen Schmerzen oder ein Brennen im Brustkorb spürt, sollte besser einen Arzt aufsuchen. Denn es könnte sich dabei um einen Anfall von Kälteangina handeln, ein Zeichen für eine ernste Herzerkrankung. Wie groß die Gefahr eines Herzinfarktes ist und ob ein vorbeugender Eingriff erfolgen muss, klärt eine Myokard-Szintigraphie. Die nuklearmedizinische Untersuchung kann einen Herzinfarkt mit 99-prozentiger Sicherheit ausschließen und unnötige Herzkatheter-Untersuchungen verhindern. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN) hin.

Winterkälte setzt dem Herzen zu. Die Minustemperaturen verengen die Gefäße, und das Herz muss das Blut gegen einen erhöhten Widerstand pumpen. „Sind die Gefäße schon vorgeschädigt, kann das zu einer Durchblutungsstörung führen“, erklärt Prof. Dr. med. Detlef Moka, Vorsitzender des BDN. „Ein daraus resultierender Sauerstoffmangel äußert sich mit plötzlicher Atemnot, Brennen, Schmerzen oder Druckgefühl im Brustkorb.“

Ob tatsächlich Grund zur Sorge besteht, klärt eine Myokardszintigrafie. Die Untersuchung kann ambulant erfolgen und macht sichtbar, ob und wie stark die Nährstoffversorgung des Herzmuskels eingeschränkt ist. Dazu erhält der Patient ein schwach radioaktiv markiertes Medikament in die Vene gespritzt, das sich vorübergehend im Herzmuskel anreichert und die Sauerstoffsättigung widerspiegelt. „So können wir das Ausmaß der Durchblutungsstörung bestimmen“, erläutert Moka. Zugleich erkennen die Ärzte, ob Lebensstiländerung, Herzmedikamente, eine Gefäßerweiterung oder Bypass-Operation als Therapie in Frage kommen.

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08.01.2018: Auf welche Warnsignale sollten Patienten mit Herzschwäche achten?

Eine Entgleisung des Herzens kündigt sich bei Patienten mit Herzschwäche meist an – insbesondere mit Ödemen, also Wassereinlagerungen an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum.

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 440.000 Patienten mit Herzschwäche  in eine Klinik eingewiesen, weil bei ihnen ihr Herz entgleist ist. Damit zählt die Herzschwäche zu den häufigsten Anlässen für einen Krankenhausaufenthalt. „Ganz konkrete Warnsignale zeigen das Entgleisen des Herzens an. Für diese müssen Betroffene wachsam sein, insbesondere für Wassereinlagerungen im Körper, an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum. Diese sogenannten Ödeme sind leicht zu erkennen, wenn man sich täglich wiegt. Überschreitet die Gewichtszunahme zwei Kilo in drei Tagen, sollte man umgehend den Arzt oder eine Klinik aufsuchen“, rät der Herzspezialist Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Auch bei zunehmender Kurzatmigkeit, wiederholtem Aufwachen wegen Atemnot, Bedarf an immer mehr Kissen um schlafen zu können, sollte man Arzt oder Klinik aufsuchen.

Faktoren, die eine chronische Herzschwäche zum Entgleisen bringen können, sind z. B. Therapiefehler: Patienten vergessen, ihre verordneten Medikamente einzunehmen, setzen sie ab oder verringern die Dosis. Oder es werden Medikamente eingenommen, die den Herzmuskel zusätzlich belasten. Weil Patienten mit einer Herzschwäche nicht selten eine Vorschädigung des Herzens durch Bluthochdruck oder eine koronare Herzkrankheit (KHK)  aufweisen, kann es bei diesen Patienten zu einer akuten Herzschwäche infolge einer krisenhaften Blutdruckerhöhung kommen. „Diese Bluthochdruckkrise muss in der Regel sofort im Krankenhaus behandelt werden, weil die akute Herzschwäche fast immer dramatisch verläuft: akute Blutstauung im Lungenkreislauf mit schwerer Atemnot und Todesangst“, erklärt Prof. Meinertz. Die ärztlich überwachte Blutdrucksenkung in der Klinik führt dann zur raschen Besserung.

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13.12.2017: Vorsicht vor Herzmuskelentzündung

Bei Grippe ist Schonung angesagt, sonst kann es womöglich zu einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kommen.

Mit dem Herbstwetter kommt es vermehrt zu grippalen Infekten. Wer viel Sport treibt oder im Job sehr beansprucht ist, tut sich aber oftmals schwer damit, sich nach einer Grippe zu schonen. Gefährlich für das Herz kann es werden, wenn man krank oder noch geschwächt von einer Krankheit Sport treibt oder sich anderen körperlichen Belastungen aussetzt. Auch bei vermeintlich banalen Erkrankungen wie z. B. einem Virusinfekt der Atemwege oder des Magen-Darm-Traktes kann der Herzmuskel in Mitleidenschaft gezogen werden. „Bei einer solchen Herzmuskelentzündung, der sogenannten Myokarditis, die oft gar nicht bemerkt wird, ist körperliche Anstrengung eine schwere Belastung für das Herz. Eine massive Herzschwäche kann die Folge sein, im schlimmsten Fall droht der plötzliche Herztod", warnt Herzspezialist Prof. Dr. med. Michael Böhm vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung.

„Grundsätzlich sollte man bei einer Grippe und anderen viralen oder bakteriellen Infektionen mit Sport und anderen körperlichen Belastungen auf jeden Fall warten, bis Fieber und andere Symptome wie Husten, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen abgeklungen sind und man sich wieder wohlfühlt.“ Der Kardiologe am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar weist darauf hin, dass die Gefahr einer Myokarditis auch für Infekte gilt, bei denen kein oder nur geringes Fieber auftritt. Betroffene sollten sich daher während der akuten Erkrankung schonen. Statistischen Erhebungen zufolge werden in Deutschland jedes Jahr ca. 3.500 Patienten mit Myokarditis mit schwerem Verlauf in Kliniken behandelt. Davon versterben etwa 150 Betroffene aus allen Altersgruppen.

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11.12.2017: Walnüsse senken Cholesterin

Der regelmäßige Verzehr von Walnüssen verbessert den Cholesterinspiegel, unabhängig vom Verzicht anderer Nahrungsmittel. Das belegt eine Studie am Klinikum der Universität München.

Dass naturbelassene Walnüsse einen positiven Effekt auf den Fettstoffwechsel haben, ist schon länger erwiesen: Bereits im Jahr 2014 hat eine Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Parhofer in der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV am Klinikum der Universität München gezeigt, dass regelmäßiger Walnussverzehr zu einem Abfall des Non-HDL-Cholesterins ("schlechtes" Cholesterin)  um sieben Prozent führt. Nun haben die Ernährungswissenschaftler am LMU-Klinikum in einer Folgestudie untersucht, ob der positive Effekt davon abhängt, was die Patienten in der Ernährung weglassen, wenn sie Walnüsse konsumieren.

Die Ergebnisse bestätigen den positiven gesundheitlichen Effekt der Walnuss (siehe Nutrients, Online-Veröffentlichung am 6.10.17): 43 Gramm der Baumnuss pro Tag verbessern den Fettstoffwechsel und senken das schlechte Cholesterin  nachweislich um ca. fünf Prozent. „Und das unabhängig davon, ob man bei der Ernährung Fette oder Kohlenhydrate anstelle der Walnüsse weglässt“, erklärt Prof. Dr. Parhofer, Oberarzt in der Medizinischen Klinik und Poli-klinik IV am Klinikum der Universität München. „Somit können wir mit unserer Studie nachweisen, dass alleinig der Nussverzehr der ausschlaggebende Faktor für den positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel ist.“

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08.12.2017: Richtig Blutdruck messen

Patenten mit Bluthochdruck und prinzipiell alle Menschen über 50 Jahre sollten ihren Blutdruck regelmäßig zu Hause messen. Was dabei zu beachten ist, erläutert ein Experte der Deutschen Hochdruckliga e.V.

Bluthochdruck führt häufig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Rund 50 Prozent der Schlaganfälle und Herzinfarkte gehen darauf zurück. Eine rechtzeitige und effektive Behandlung des Bluthochdrucks mit einer Senkung um nur wenige Millimeter Hg kann das Risiko für diese Folgeerkrankungen wesentlich verringern. Daher ist es wichtig, die tatsächliche Höhe des Blutdrucks so genau wie möglich zu erfassen. „Gerade bei Messungen in der Arztpraxis gelingt es nur unzureichend, möglichst genaue Blutdruckwerte zu erheben“, erklärt Prof. Dr. med. Bernd Sanner, Vorstandsmitglied der Deutschen Hochdruckliga e.V. „Es handelt sich dabei ja um eine Gelegenheitsblutdruckmessung, die nur zu wenigen Zeitpunkten durchgeführt wird.“ Zudem sei zu bedenken, dass Patienten in der Arztpraxis andere Blutdruckwerte haben können als im häuslichen Umfeld. „Fallen sie beim Arzt höher aus, spricht man von einer Weißkittelhypertonie; fallen sie niedriger aus, liegt eine maskierte Hypertonie vor“, erläutert der Experte.

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17.11.2017: Arterielle Verschlusskrankheit multidisziplinär behandeln

Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) haben ein hohes Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen. Neue Behandlungsleitlinien für die PAVK stellt nun die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie vor.

Eines der Hauptthemen bei den Herztagen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie  (DGK) in Berlin ist die Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK), umgangssprachlich auch als „Raucherbein“ bezeichnet. Bei dieser chronischen Erkrankung verengen sich die Blutgefäße auch außerhalb des Herzens, dadurch ist der Blutfluss in den Extremitäten gestört. „In der Bundesrepublik leiden rund 4,5 Millionen Menschen unter einer PAVK. Versicherungsdaten aus Deutschland zeigen jährlich 500 bis 600 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner“, berichtet Prof. Dr. Christiane Tiefenbacher (Wesel), Tagungspräsidentin der DGK-Herztage 2017. „Nach Schätzungen liegt die Zahl der über 40-Jährigen, die an einer PAVK leiden, mittlerweile bei fünf bis zehn Prozent.“ Risikofaktoren für eine PAVK sind vor allem Rauchen und Diabetes.

Nicht nur die Anzahl der Fälle sei alarmierend, so Prof. Tiefenbacher, sondern auch die Tatsache, dass PAVK-Patienten eine hohe Sterblichkeit aufweisen: „Dies ist eine Folge des hohen Risikos, zusätzlich zu PAVK auch kardiovaskuläre Krankheiten zu haben. Bei etwa einem Drittel der PAVK-Patienten besteht eine koronare Herzerkrankung,  jeder Dritte hat Veränderungen an der Halsschlagader und somit ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Die Sekundärprophylaxe gewinnt daher immer mehr an Bedeutung, denn es geht bei PAVK nicht nur um die Beine, sondern auch um das Herz und das Gehirn.“

Im September 2017 präsentierte die European Society of Cardiology (ESC) neue Behandlungsleitlinien. Diese empfehlen für PAVK-Patienten eine lipidsenkende Therapie, in erster Linie mit Cholesterinsenkern vom Typ der Statine.  Studiendaten zeigen, dass damit auch die Gehstrecke verbessert werden kann.

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10.11.2017: Wie macht sich eine Herzschwäche bemerkbar?

Eine Herzschwäche entsteht häufig unbemerkt als Folge anderer Erkrankungen. Regelmäßige Kontrollen beim Arzt sind deshalb wichtig, auch wenn nur schleichende Symptome auftreten.

Eigentlich war man doch ganz fit, aber seit einiger Zeit kommt man immer schnell aus der Puste. Das Herz rast, selbst wenn der Sprint zum Bus nur ein paar Sekunden dauert. Wer solche Symptome bei sich bemerkt, sollte sein Herz überprüfen lassen. Darauf weist Prof. Thomas Meinertz hin, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Dahinter kann eine Herz-schwäche stecken, die möglichst früh umfassend behandelt werden sollte.

Herzschwäche - das verbinden die meisten mit alten Leuten, deren Pumpe ein wenig nachgelassen hat. Kardiologen bezeichnen damit aber ein Syndrom, das als Folge anderer Herzerkrankungen entstehen kann.

Bluthochdruck zum Beispiel kann dazu führen, dass der Herzmuskel nicht mehr elastisch genug ist, um genügend Blut aufzunehmen. Auch wer schon mal einen Herzinfarkt hatte, kann später eine Herzschwäche entwickeln. Solche Patienten müssen unbedingt regelmäßig ihr Herz untersuchen lassen.

Bei Menschen mit Herzschwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, die Organe mit ausreichend Blut zu versorgen. „Normalerweise pumpt es fünf bis sechs Liter Blut in Ruhe und bis zu 15 Liter bei Belastung durch den Körper“, erklärt Meinertz. „Bei Patienten mit Herzschwäche sind es manchmal nur noch 2,5 Liter.“ Das kann lebensgefährlich werden - etwa wenn das Gehirn nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt wird.

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15.11.2017: Mit Blutspenden den Blutdruck senken

Bluthochdruck-Patienten können ihren Blutdruck durch regelmäßiges Blutspenden senken. Regelmäßige Blutspender scheinen zudem auch eine gesteigerte Immunabwehr aufzuweisen.

Bluttransfusionen retten Leben bei schweren Verletzungen und Infektionen, sind essentieller Bestandteil hochkomplexer Operationen und helfen zeitnah Patienten mit chronischem Blutverlust. Voraussetzung dafür ist eine ausreichende Anzahl an Blutspenden, aus denen die benötigten Blutprodukte gewonnen werden können. Die Anzahl der Blutspenden in Deutschland geht jedoch seit Jahren zurück. Während im Jahr 2010 noch 4,9 Millionen Vollblutspenden eingereicht wurden, waren es im Jahr 2016 laut dem Paul-Ehrlich-Institut nur noch vier Millionen. Dabei können auch Spender, insbesondere wenn ihr Blutdruck erhöht ist, von einer Blutspende profitieren. Welchen positiven Einfluss das Spenden von Blut auf den Blutdruck von Hypertonie-Patienten hat und wie regelmäßiges Blutspenden das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen vermindern kann, diskutierten Experten auf der 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie vom 24. bis 27. Oktober 2017 in Köln.

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11.10.2017: Was ist ein gebrochenes Herz ?

Das sogenannte Broken-Heart-Syndrom ist gefährlicher als lange angenommen. Betroffene reagieren mit Beschwerden, die denen bei einem Herzinfarkt gleichen.


„Es hat ihr das Herz gebrochen“ - man sagt das so. Auch von Herzschmerz ist gern die Rede. Und dann gibt es diese Filmszenen, in denen sich jemand so aufregt, dass er mit Schmerzen in der Brust zusammenbricht. Nur dass das tatsächlich passieren kann, wissen die wenigsten. Auch Ärzten ist es noch gar nicht so lange klar. Erst seit etwas mehr als zwanzig Jahren ist das Broken-Heart-Syndrom bekannt.

„Das Broken-Heart-Syndrom ist eine Herzmuskelerkrankung, die durch ein hohes Level an Stresshormonen ausgelöst wird“, erklärt Felix Schröder vom Herz- und Gefäßzentrum im Albertinen Krankenhaus Hamburg. Mit anderen Worten: Regt sich jemand sehr auf, kann es passieren, dass sein Herz nicht mehr richtig arbeitet. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eng das Herz mit der psychischen Gesundheit verwoben ist.

Bei Elke Enders begann es mit Schmerzen im linken Arm. Sie war am Morgen an der Nase operiert worden. Vielleicht eine Folgeerscheinung der Narkose, dachte sie. Am nächsten Morgen aber schmerzte auch ihre linke Brust. Die Ärzte fackelten nicht lange. Sie brachten die ältere Dame direkt auf die Intensivstation: Verdacht auf Herzinfarkt.

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09.10.2017: Keine Angst vor der Bypass-OP

Ein Koronar-Bypass ist eine Überbrückung der Gefäßengstelle, quasi eine operativ angelegte Umgehungsstraße bzw. Umleitung, mit dem Ziel, die Durchblutung des Herzmuskels zu verbessern.


 

Unser Herz: faustgroß, ca. 350 Gramm schwer und unermüdlicher Motor des menschlichen Körpers. Im Laufe eines Menschenlebens pumpt dieses faszinierende Hohlorgan mit bis zu drei Milliarden Schlägen etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper. Eine der häufigsten Herz-Erkrankungen in den westlichen Industrieländern ist die Koronare Herzkrankheit (KHK). Herzchirurg und Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Dr. Andreas Beckmann, gibt Antworten zur Koronaren Herzkrankheit und zu einer der invasiven Behandlungsmaßnahmen: der Bypass-Operation des Herzens. 

Erklären Sie bitte kurz die Koronare Herzkrankheit.

Unter der Koronaren Herzkrankheit versteht man die Erkrankung der Arterien die den Herzmuskel mit Blut versorgen, den sog.Herzkrankgefäßen. Auslöser ist oftmals die Arteriosklerose die durch Ablagerungen an den Gefäßwänden über Plaque Bildungen in Gefäßverengungen mündet und letztlich zu einer dauerhaften Gefäßverkalkung führt. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels gefährdet und es entsteht ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und -bedarf. Am Ende dieses meist schleichenden Prozesses kann es zu einem lebensbedrohlichen Verschluss der Herzkranzgefäße kommen. Patienten mit einer KHK können keine Symptome aufweisen, berichten jedoch häufig über Symptome wie Brustenge, die sog. Angina pectoris, oder über Luftnot in Ruhe bzw. bei Belastung. Weitere alarmierende Symptome können von Herzrhythmusstörungen  bis hin zu einem lebensbedrohlichen Herzinfarkt reichen. Der Herzinfarkt entsteht durch einen akuten Herzkranzgefäß-Verschluss, auf dem Boden einer zuvor vorhandenen Engstelle der Arterie, was dann zu einer anhaltenden Durchblutungsstörung einer Region des Herzmuskels führt.

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15.09.2017: Risikowerte für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche im Blick

Ein neuer, kostenloser Gesundheits-Pass der Deutschen Herzstiftung soll Patienten und Ärzten die Kontrolle von Herz-Kreislauf-Risiken beim Gesundheitscheck erleichtern.

Nicht nur für Millionen Herzpatienten in Deutschland, sondern auch für gesunde Menschen ist es wichtig, über die persönlichen Risikofaktoren für eine Herz- und Gefäßerkrankung stets im Bilde zu sein, um Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschweäche gezielt z. B. mit mehr Ausdauerbewegung und gesunder Ernährung (Mittelmeerküche) vorzubeugen oder einer Verschlechterung der Herzkrankheit gegenzusteuern.

Für diesen Zweck bietet die Deutsche Herzstiftung unter www.herzstiftung.de/Gesundheits-Pass kostenfrei einen handlichen faltbaren Gesundheits-Pass für den Geldbeutel an, der jetzt erneuert und den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) angepasst wurde. „Der Gesundheits-Pass ist ein nützlicher Helfer für Herzpatienten, aber auch für Gesunde, weil man die wichtigsten Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen jederzeit parat hat, diese Faktoren mit dem Hausarzt regelmäßig kontrollieren und Verbesserungsmöglichkeiten besprechen kann", betont Herzspezialist Prof. Dr. med. Helmut Gohlke vom Vorstand der Herzstiftung. „Der Gesundheits-Pass sollte deshalb auch in keiner Hausarztpraxis fehlen."

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01.09.2017:Tablette vergessen - was dann?

Diabetes-Mittel und Blutdrucksenker sollte man keinesfalls zweimal einnehmen, da die doppelte Dosis gefährlich werden kann. Am besten nehmen Patienten ihre Tabletten immer zur selben Zeit ein.

 

Die gleiche Tablette immer zur selben Zeit - das hilft, das Medikament nicht zu vergessen. Aber was, wenn sich ein Typ-2-Diabetiker nicht mehr sicher ist, ob er das Mittel genommen hat oder nicht? In dem Fall lässt man die Tablette besser weg, heißt es im Diabetes Ratgeber (Ausgabe 8/2017). Nimmt jemand versehentlich die doppelte Dosis eines zuckersenkenden Mittels, kann dies zu einer gefährlichen Unterzuckerung führen. Besser ist es, kurzfristig erhöhte Werte hinzunehmen.

Auch Cholesterin- und Blutdrucksenker lassen Patienten lieber weg, wenn sie nicht sicher sind, ob sie das Mittel schon genommen haben. Am besten nehmen sie dann einfach die nächste Tablette zur üblichen Zeit.

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21.08.2017: Bei Bluthochdruck DASH-Diät empfehlenswert

Menschen mit Bluthochdruck wird die sog. DASH-Diät empfohlen, die eine Blutdruck senkende Wirkung erzielt und den Einsatz von Medikamenten sinnvoll unterstützen kann. Wer sich gesund ernährt, darf auf ein längeres Leben hoffen. Schon geringe Verbesserungen im Ernährungsplan machen sich nach den Ergebnissen einer US-Studie nach wenigen Jahren positiv bemerkbar. Für Menschen mit erhöhtem Blutdruck empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga e.V. Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention die sogenannte DASH-Diät. Diese hat bereits in früheren Studien eine Blutdrucksenkende Wirkung erzielt und kann den Einsatz von Medikamenten sinnvoll unterstützen.

„Der Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit wird häufig unterschätzt", sagt Prof. Dr. Bernhard Krämer, Mannheim. „Viele Patienten, die im mittleren Lebensalter einen erhöhten Blutdruck entwickeln, lassen sich nur schwer von einer Ernährungsumstellung überzeugen." Dabei haben frühere Studien bereits gezeigt, dass die sogenannte DASH-Diät - entwickelt und benannt nach Dietary Approaches to Stop Hypertension - in der Lage ist, den Blutdruck zu senken. Der Ernährungsplan fördert den Verzehr von Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und fettarmen Milchprodukten, erlaubt sind Geflügel und Fisch, Nüsse und Hülsenfrüchte. Einschränkungen gibt es bei zuckerhaltigen Lebensmitteln und Süßgetränken sowie bei rotem Fleisch und Fettsäuren. Prof. Krämer erläutert: „Die DASH-Diät war ursprünglich eine fettmodifizierte Diät mit reichlich Gemüse und Obst. In weiteren Studien hat man sie dann mit der Reduktion des Salzkonsums kombiniert - Bluthochdruck kann so wirksam gesenkt werden."

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